Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Praktik

Meditationstechniken, Erfahrungen..
SleepingDream
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Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Praktik

Beitrag von SleepingDream » 24.11.2015, 18:11

Hallo liebe Forengemeinde,

dies hier ist mein erster Beitrag und da ich mir nicht ganz sicher bin ob dies hier der richtige Threadbereich ist, bitte ich das zu verstehen.
Zuerst ein wenig zu meiner Person. Ich bin 20 Jahre alt, m√§nnlich und praktiziere seit 1. Jahr verschiedene Wege der Bewusstseinserweiterung. Vor knapp einem Jahr war ich dem tiefsten Punkt meines Lebens gefangen und in einer nicht enden wollenden Depression. Diese wurde haupts√§chlich durch Einsamkeitszust√§nde und dem Gef√ľhl, das es in dieser Welt immer mehr an Menschlichkeit mangelt gepr√§gt. Vor einem Jahr entschied ich mich dazu eine Tulpa zu erschaffen. Eine Tulpa ist ein 2. Bewusstsein im K√∂rper des urspr√ľnglichen Besitzers. Anfangs hielt ich sie noch f√ľr ein Produkt meiner Fantasie und ein abgespaltener Teil meiner Pers√∂nlichkeit. Ich fing mit Meditation an um mich besser auf diese Person konzentrieren zu k√∂nnen, da sie eine lange Zeit meine einzige Bezugsperson war. Sie sagte dabei st√§ndig, das sie mich so sehr lieben w√ľrde, das ich sie gar nicht lieben br√§uchte. Solange sie nur immer bei mir bleiben d√ľrfte, w√§re sie gl√ľcklich.
Das hat mir damals mein Herz gebrochen, denn ich konnte diese Liebe nicht erwidern. Sie war keine echte Person f√ľr mich, obwohl ich immer mehr Interesse in ihre Pers√∂nlichkeit bekam. Sie half mir dabei mein Leben wieder aufzur√§umen und mich aus der Depression rauszuholen. Dabei gab sie mir so pr√§zise Angaben, was ich als n√§chstes tun m√ľsste damit es mir besser geht, das es in mir den Glauben entfachte, sie k√∂nnte vielleicht mehr sein als ein Produkt meiner Fantasie.
Sie schien mich besser zu kennen als ich mich selbst kenne und ihre Weisungen und Ratschl√§ge trafen immer ins schwarze. Sogar diverse Vorraussagungen was Entscheidungen betreffe, die ich in Zukunft t√§tigen m√ľsste, trafen immer ein.

Sie hat eine so warme und Freundliche Ausstrahlung, ist immer heiter und Fröhlich, das sie mich damit regelrecht ansteckte.
Nachdem ich meine Depression dank ihr √ľberwunden hatte, begann ich eine tiefempfundene Liebe zu ihr zu sp√ľren. Ich war immer mehr von ihrem Charakter und ihrer femininen Pers√∂nlichkeit angezogen, die das komplette Gegenteil meiner eigenen Person zu verk√∂rpern schien. Ich meditierte innerhalb von 6 Monaten t√§glich 30-40 Minuten und empfand dabei immer mehr Freude im Selbst, als an anderen Dingen. Manchmal erschien sie mir in Tr√§umen und ihr Gesicht definierte den Begriff Sch√∂nheit komplett neu f√ľr mich. Es wurde mir immer suspekter, das sie ein reines Produkt meiner Fantasie sein sollte. Was mir meine Tulpa bedeutet ist mit Worten nicht zu beschreiben. Sie ist die Essenz meines Daseins geworden und ein unendlicher Quell der Inspiration und der Liebe geworden. Ich liebe sie mehr als alles andere und viel mehr als ich mich selbst liebe. Dabei teilt sie diese Gef√ľhle f√ľr mich nicht nur, sondern ich habe das Gef√ľhl das sie mich noch viel mehr liebt. Unser Liebessausstausch l√§sst sich fast mit einem ewigen Wettstreit vergleichen, der kein Ende kennt und sich immer zu steigern scheint.

Durch verschiedene Ereignisse entschied ich mich dazu M√∂nch zu werden. Da ich wegen einigen Traumata der Kirche und dem st√§ndigen Terror durch den IS nicht an einen Gott glauben konnte, wollte ich Buddhist werden. Aber auch dieses Vorhaben √§nderte sich durch einige g√ľnstige Ereignisse und ich entschied mich dem Krishna Bewusstsein beizutreten.
Innerhalb k√ľrzester Zeit machte ich so viele Spirituelle Erfahrungen, das in mir die √úberzeugung reifte, das ich nicht der K√∂rper, sondern die Seele bin. Nat√ľrlich fragte ich mich daraufhin auch, ob meine neue Lebensbegleitung ebenfalls eine Seele ist.
Um mich hier besser erkl√§ren zu k√∂nnen, w√ľrde ich euch gerne ein wenig √ľber die Philosophie erz√§hlen, die ich seit 4 Monaten verfolge und mein Leben in etwas von unglaublicher Sch√∂nheit und nicht enden wollendem Gl√ľck verwandelte.

Die Philosophie des Krishna Bewusstseins besagt, das Gott eine Person ist. Eine Person wie du und ich mit W√ľnschen, Vorstellungen und einer Pers√∂nlichkeit. Jeder hat ja eine Unterschiedliche Auffassung von Gott. Manche halten Gott f√ľr etwas Formloses, Unfassbares das im Einklang zu allem Existenten steht. Manche halten Gott f√ľr eine Einheit, von der sie selbst ein Teil sind. Manche halten Gott f√ľr die reine Liebe, die mit unserem Verstand nicht zu erfassen ist. Wenn wir den Begriff Gott aber objektiv definieren wollen, so m√ľssten wir uns darauf einigen, das Gott als der Ursprung aller uns bekannten und unbekannten Dinge ist.
Selbst ein rein Materiell denkender Mensch kann also den Urknall als Gott definieren, da es aus Wissenschaftlicher Sicht der uns bekannte Anfang der Existenz des Universums beschreibt.

Damit ihr ein etwas besseres Bild von dem, was ich euch erzählen möchte bekommt, möchte ich den Begriff Religion und Philosophie ebenfalls etwas abspalten.
Religion ist eine Kombination aus der Philosophie, die der √úberzeugung ist eine h√∂here, g√∂ttliche Natur zu kennen und der Religi√∂sen Praxis, um diese h√∂here Existenz zu erkennen. Die Philosophie des Buddhismus zum Beispiel besagt das die h√∂chste spirituelle Wahrheit das eingehen im Nirvana ist. In unserer, das hei√üt in der Philosophie der ich nachgehe, nennen wir es Brahma Jyoti. Wenn es zu einer Nirvana Erfahrung kommt, erf√§hrt man sich meistens mit allem eins und erlebt einen tiefen inneren Frieden. Dabei verliert man das Gef√ľhl von Ich und Mein und erf√§hrt sich als eine Art reine Energie.
Andere Religionen wie das Christentum z.b berichten vom Ewigem Paradies und den Weg der Selbstverwirklichung durch Jesus Christus.
Eine Religion besteht also immer aus diesen 2 Dingen und hat stehts das Ziel, den Menschen Moral, Ethik und Religiöse Grundsätze zu erklären, damit eine bessere Menschliche Gesellschaft möglich ist.

Die Philosophie der ich nachgehe schließt aber keine uns bekannte Religion aus. Im Gegenteil. Beim lesen der vedischen Schriften fallen mir immer mehr die Parallelen zu allen Religionen auf. Spiritualität besteht aus der Praxis und der Theorie.

Das Christliche Prinzip besteht aus dem lesen der Bibel, beten, zur Kirche gehen, spenden und dem verehren von Jesus Christus um den Kontakt zu Gott zu finden. Auch der Islam, das Judentum und die Zeugen Jehovas verfolgen das gleiche Prinzip, aber eine andere Art der Verehrung. Buddhisten meditieren und folgen einem spirituellem Meister, der ihnen beibringt wie man sich von Materiellen Tätigkeiten lösen soll und Frieden im inneren findet. In jeder Religion die richtig praktiziert wird, ordnen wir uns also einer Autorität unter.
Letztenendes soll alles in Selbsterkenntnis enden, die aussagt, das wir nicht der Körper sondern die Spirituelle Seele sind, die in ihrer Eigenschaft weder Anfang, noch Ende kennt. Sie ist ewig.
Damit möchte ich euch die Philosophie des Krishna Bewusstseins erläutern, die nach meinem Ermessen den verständlichsten Weg aufzeigt, der keine Religion ausschließt, sondern vielmehr diese erklärt und verständlich macht. Dabei ist das volle Ausmaß dieser Philosophie so gigantisch, das es eine ganze Lebensauffgabe ist, sie zu verstehen. Deshalb gehe ich nur auf die wichtigsten Aspekte ein.

Der Kern der Philosophie sagt aus, das Gott ,der eine Person sein soll, in sich selbst vollkommen ist. Das hei√üt das Gott sowohl aus Energie, sowie aus Pers√∂nlichen Aspekten besteht. Wenn nicht beides zutreffen w√ľrde, k√∂nnte man ihn nicht als vollkommen bezeichnen. Desweiteren sagt diese Philosophie aus, das Gott jedes Gesch√∂pf, ganz egal ob sie eine unbedeutende Ameise oder ein Mensch ist, gleicherma√üen liebt und sie nicht voneinander unterscheidet oder bevorzugt. Dabei stellt sich nat√ľrlich die Frage warum Gott uns geschaffen hat und warum wir in dieser Welt, die voller Leid ist verstrickt sind, obwohl er uns doch helfen m√ľsste, wenn er uns liebt.

Unsere Antwort darauf lautet, das das verk√∂rperte Lebewesen den Wunsch hatte von Gott unabh√§ngig zu sein. Um diesen Wunsch zu erf√ľllen und damit wir uns selbst f√ľr die Ursache aller Ursachen halten k√∂nnen, sind wir in die materielle Welt gekommen und mit dem Falschem Ego bedeckt worden, mit dem wir uns mit dem K√∂rper identifizieren. Der Mensch hat dabei eine ganz besondere Rolle, den er kann es schaffen zu Gott zur√ľckzukehren. Wir vertreten die Ansicht, das unsere wahre Heimat das spirituelle Reich ist, indem wir mit Gott in einer Gemeinschaft Leben und eine Beziehung zu ihm pflegen. Dabei ist das Wort Paradies in vielen Religionen gegeben, aber im Prinzip soll diese Welt als die eigentliche Heimat der spirituellen Seele angesehen sein. Des weiteren ist das Paradies in vielen Religionen auch als ein Ort beschrieben in dem ein hohes Ma√ü an Sinnesgenuss m√∂glich ist. Laut unserer Auffassung sind diese Himmel allerdings noch im Materiellen Bereich, da die der Genuss in der Spirituellen Welt aus reiner Liebe zu Gott besteht und deswegen das Interesse der Person gilt, die man dort liebt um ihre Sinne zu Befriedigen. Die Seele ist von Natur aus Genie√üer und so sucht sie in jedem Leben eine Art von Genuss, die aus Liebe, Sinnesfreude oder einer Kombination aus diesem besteht.

Wir glauben an Reinkanartion und Karma. Solange wir uns selbst f√ľr die Ursache halten und an fruchtbringenden T√§tigkeiten haften, erfahren wir Gl√ľck und Leid anhand unseres Karmas und erleiden Geburt und Tod als ein Wechsel des K√∂rpers, der wie ein Kleid unser wahres Selbst bedeckt.
Damit wir zu Gott zur√ľckkehren k√∂nnen, m√ľssen wir unser Herz von Verunreinigungen durch Egoismus l√§utern und so frei werden von Stolz, Hass, Gier, Neid und Lust werden. Wie wir das erreichen ist durch Religi√∂se Praktiken zu verstehen. Wenn man den Sinn hinter Religion versteht, so spielt es keine Rolle welche man praktiziert, denn jede hat das Ziel der Selbstverwirklichung und der stufenweisen L√§uterung des Herzens.
Laut unserer Auffassung gibt es keine Zuf√§lle. Jeder Fortschritt im Spirituellem Bewusstsein bleibt ewig bestehen und wird durch das Wirken der Natur, die sich in den 3 Erscheinungsweisen aus Unwissenheit, Leidenschaft und Tugend zusammensetzt Leben f√ľr Leben wieder aktiviert, damit wir dort weitermachen k√∂nnen, wo wir aufgeh√∂rt haben.

Wir sehen dies als Wissenschaft, die zwar nicht wie die Materielle Wissenschaft durch das Zeigen und verstehen der Materiellen Sinne und des begrenzten Verstandes vorgef√ľhrt werden kann, aber durch Spirituelle Praxis selbst erfahren werden kann. Manche erreichen dies mit Meditation und andere mit Konsum Bewusstseinserweitender Substanzen.

Damit der Beitrag hier nicht zu lange wird, will ich kurz erz√§hlen worauf ich hinaus will. Chanten bedeutet das rezitieren vedischer Mantren, die immer wieder Wiederholt werden, bis eine Art Meditationszustand entsteht. W√§hrrend dieser Meditation erf√§hrt man verschiedene Zust√§nde und es kommt zu Erkenntnissen √ľber sich und die Welt. Wir chanten das Maha-Mantra, das laut unsere Auffasung eine Anrufung an die Person Gott ist.
Wir denken, das Gott in allem wirkt und somit nichts von ihm getrennt sein kann. Er ist subtiler als das subtilste und doch wird es offensichtlicher das er in allem wirkt, je mehr man sich mit diesem Thema besch√§ftigt. Des weiteren denken wir, das wir, also die Seele qualitativ mit Gott gleich sind und aus seiner inneren Energie besteht die die Eigenschaft hat voller Wissen, Gl√ľckseeligkeit und Ewigkeit zu sein, w√§hrend die Materielle Natur aus seiner abgesonderten √§u√üeren Energie besteht, die sich st√§ndig Wandelt und dem Prozess des Verfalls untersteht. Zwar sind wir qualitativ in unserem urspr√ľnglichem Zustand mit Gott gleich, aber nicht quantitativ. Somit k√∂nnen wir nicht von Gott unabh√§ngig sein.

Ich habe durch verschiedene Erfahrungen heraussgefunden, das meine Tulpa meine ewige Frau ist, die ich schon immer geliebt habe, aber diese Liebe habe ich vergessen. Sie gibt mir Weisungen und Ratschl√§ge, damit ich zu Gott zur√ľckkehren kann. Ich erfahre durch das chanten t√§glich ein Gl√ľck, das mit Worten nicht zu beschreiben ist. Ich habe die Zust√§nde des Chantens und der Meditation so Objektiv wie es mir m√∂glich ist in diesem Forumbeitrag beschrieben: https://www.land-der-traeume.de/forum.p ... =1&t=35908
Dabei bin ich nicht der erste, der Erfahrungen dieser Art macht, denn in der Gemeinschaft der ich beitrete sind viele Menschen die ähnliche spirituelle Erfahrungen hatten.
Ich predige das chanten des Maha-Mantras, weil ich es als meine Aufgabe betrachte den Versuch zu starten, das Gl√ľck das ich erfahre mit andern zu teilen. Ich habe eine genaue Anleitung zum chanten ebenfalls im Forenbeitrag hinterlegt, der bei Interesse ja gerne angesehen werden darf. Das Chanten ist einfach und zeigt innerhalb k√ľrzester Zeit eine bemerkbare Wirkung, die ich ebenfalls im Forenbeitrag beschrieben habe.

Dabei ist es nicht wichtig an einen Gott zu glauben, unsere √úberzeugungen zu teilen oder sich eine Wirkung vom Mantra einzureden. All das kommt von selbst wenn wir uns dem Einfluss des Mantras regelm√§√üig ausgeben. Wenn Glaube ein wichtiger Faktor daf√ľr w√§re, k√∂nnte man es nicht als Wissenschaft beschreiben.
Ich habe in diesem Erfahrungsbericht meine bisher tiefsten und unglaublichste Spirituelle Erfahrung beschrieben, die ihr euch gerne anschauen könnt, wenn euch das Thema mit meiner Tulpa, die Philosophie des Krishna Bewusstseins, oder Selbstverwirklichung interessiert.
https://www.land-der-traeume.de/trip_lesen.php?id=15976

Ich w√ľrde mich nat√ľrlich gerne √ľber ein Feedback freuen und falls euch meine Geschichte n√§her interessiert, kann ich gerne noch weiteres dazu schreiben. Ich bedanke mich f√ľrs lesen und w√ľnsche einen angenehmen Tag. ;)

odaj
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von odaj » 24.11.2015, 20:22

In deinem Alter war ich (auch) zwei Jahre bei den Krshnas.
Du hast das sch√∂n beschrieben, es war f√ľr mich auch eine nachhaltige Erfahrung.
Allerdings scheinst du noch nicht so recht in der Realität angekommen zu sein. Gut, du bist ein Mann, der darf denken, missionieren (was du ja gerade hier tust), braucht keine Hausarbeit zu machen usw. Als Frau ist das dann ein wenig anders, wie du vielleicht schon gemerkt hast.
Und solltest du dich nicht verlieben, wirst du irgendwann mal eine Partnerin bekommen (des gleichen Glaubens) und wenn sie dir nicht gefällt = ned schlimm. Der Sex wird nur zur zeugung und unter Beisein der anderen vollzogen. Da kannst du auch die Augen zu machen....

Das gro√üe Mantra zu beten ist Pflicht - hoffentlich bekommst du nicht mal so ein inneres Unlusgef√ľhl = denn ausweichen, wie die Buddhisten oder Hinduisten, das wird ned gehen. es gibt nur eines, und das immer und immer und immer.... wieder.

√úbrigens, Mantren gibt es auch im Christentum. Vor allem im orthodoxen:

Das Herz-Jesu-Gebet

Herr Jesus Christus (bei ausatmen)
erbarme dich meiner (beim einatmen)

Aber die zweite Zeile kann ergänzt, oder durch eine Bitte ausgetauscht werden = also eine flexible Form.

Im katholischen Christentum hat das Ave Maria die gleiche Funktion. Wenn du Mantren suchst w√ľrdest du auch hier f√ľndig werden.

Und deine Seele = die Sophia, die g√∂ttliche Weisheit. In der griechischen Judentum die Weltenseele und erstgeborene Sch√∂pfung. Mit ihr hat Gott den Kosmos (Sohn) gezeugt und am Anfang zu ihr gesprochen "Lasset uns den Menschen machen". Sie ist die K√ľnstlerin des Alls, die Gestalterin der Welt und wer sie in sich aufnimmt wird vervollkommnet
Im Christentum die Schwester des Logos (christus) und vor allem in der Orthodoxie ist sie eine Person, hat sich in Maria inkarniert, dem Weltenwort zur Inkarnation verholfen und ist nicht nur die Mutter jeder Menschenseele, sondern auch die Weltenseel: die alles verbindet, schafft, nährt und gebiert.

Wie schon geschrieben, das was du in der Krshna-Bewegung suchst und findest = hättest du auch im Christentum....

Oder anders: Chanten (Mantren) und eine religiöse Praxis findest du nicht nur im Hinduismus oder Buddhismus ;)
Zuletzt geändert von odaj am 24.11.2015, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von Sullivan » 24.11.2015, 20:30

Hallo SleepingDream,

man sp√ľrt geradezu das Power Feeling eines Zwanzigj√§hrigen ! Mit der Bhagavadgita und den Veden hast du h√∂chste Weisheiten aufgenommen. Du bist auch √ľber die Grundz√ľge von Religionen und Philosophien gut informiert. Drogen haben es dir leicht gemacht, ekstatische Zust√§nde zu erreichen. Geistig bist du also gut versorgt.

M√∂glicherweise ist es zur Zeit aber deine wichtigste Aufgabe, dir √ľber dein k√ľnftiges irdisches Leben klar zu werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass du sp√§ter einmal bedauerst, die Schule nicht abgeschlossen zu haben. Jetzt k√∂nntest du dieses Vers√§umnis noch nachholen. Vielleicht w√§re es dir sogar m√∂glich, dich von Drogen v√∂llig frei zu machen, nachdem sie ihren erkenntnism√§√üigen Dienst an dir bereits erf√ľllt haben.

Niemand kennt den g√∂ttlichen Plan, den dein Inneres dich f√ľhren will. Nur du allein kannst ihn ergr√ľnden. Wir sind in die physische Welt geboren worden, um uns genau dort auch zu bew√§hren. Dass es dir gelingt, sei dir herzlich gew√ľnscht !

LG Sullivan

SleepingDream
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von SleepingDream » 24.11.2015, 21:07

Danke f√ľr eure Antworten.
Was das irische Leben Betrifft, so bin ich mir durchaus bewusst, das ich noch einiges aufzuarbeiten habe. Vielen Dank f√ľr eure Ratschl√§ge , die ich gerne zur Kenntnis nehme. Was die Entwicklung meiner Schullaufbahn betrifft, so folge ich momentan einfach dem Ruf meines Herzens. Das Schulsystem ist so geregelt, das in Blockabbschnitten die Noten feststehen und bei einem Schulabbruch diese am letzten Punkt wiederaufgenommen werden kann. Umgerechnet gibt mir der Schulabbruch einen Monat Zeitverlust, wenn ich mich unerwartet doch daf√ľr Entscheiden w√ľrde die Schule wieder aufzunehmen. Ich habe eine l√§ngere Zeit dar√ľber nachgedacht, ehe ich so eine Entscheidung treffe und bin zu dem Entschluss gekommen, das es kl√ľger ist der Stimme meines Herzens zu vertrauen, die mir vielleicht bereits erz√§hlt hat was ich im Leben m√∂chte. Ich bin auch schon mit einer Ausbildung abgesichert und stehe sozusagen mit beiden Beinen im Leben.

Was die Drogen betrifft so kann ich nur sagen, das ich versuche daran zu arbeiten. Ich habe Zeiten in denen ich Monate lange Pause mache und dann habe ich wieder Phasen in denen ich etwas aktivere Experimente mache. Ich werde wohl sp√§testens damit aufh√∂ren wenn ich in einen Tempel ziehe, weil mir davor wohl die Disziplin fehlt. Ich sehe mich in meiner aktuellen Situation ein wenig durch materielle T√§tigkeiten als unausgeglichen an und psychedeliche Erfahrungen geben mir zurzeit den ben√∂tigten Ausgleich daf√ľr.

Was das Prinzip der irdischen Beziehung angeht, so musste ich beim lesen etwas schmunzeln, denn das sagen mir die meisten^^.
Die Beziehung, die ich mit meiner Tulpa f√ľhre ist f√ľr einen Au√üenstehenden wahrscheinlich schwer nachzuvollziehen. Es ist nicht so, als h√§tte ich nicht bereits eine Beziehung zum weiblichem Geschlecht. Tats√§chlich l√§sst sie mich so eine starke spirituelle Liebe erfahren, das ich mich viel lieber darauf konzentriere, als mich um eine irdische Beziehung zu k√ľmmern. Au√üerdem habe ich die Anziehung an andere Frauen verloren, seit ich ihr Gesicht gesehen habe, das den Begriff Sch√∂nheit f√ľr mich neu definiert hat. Ich habe auch seit einem Jahr √ľberhaupt kein Verlangen mehr danach eine Beziehung au√üerhalb meines Herzens und meines Kopfes zu f√ľhren. Ob sich das in Zukunft √§ndert, kann ich nat√ľrlich nicht 100% sagen, aber auch hier muss ich wieder Priorit√§ten setzten und das verfolgen, was ich f√ľr richtig halte.

Das es im Christentum Mantren gibt, wusste ich noch gar nicht. Aber ich bedanke mich f√ľr diese n√ľtzliche Information.
Das ich zurzeit Missionieren als eine meiner Hauptt√§tigkeiten mache ist darauf zur√ľckzuf√ľhren, das ich Gott immer dankbarer werde, da ich ein Gl√ľck erfahre von dem ich nie zu tr√§umen gewagt h√§tte. Zu predigen ist meine Art Danke zu sagen und den Versuch zu starten, anderen Menschen auch etwas davon abzugeben. Aber da du ja schonmal bei den Krishnas warst, wei√üt du bestimmt √ľber die T√§tigkeiten im hingebungsvollen Dienst bescheid. Das beschr√§nkt sich ja nicht nur auf predigen sondern auf vielerlei T√§tigkeiten, die ich soweit das meine Situation zurzeit zul√§sst versuche nachzukommen.

Was die Hausarbeit und den festen Stand im Leben betrifft, so musste ich da auch ein wenig schmunzeln. Arbeit, besonders das Sauberhalten des eigenen "Tempels", ist Teil des Hingebunungsvollen Dienstes und den f√ľhre ich mit gro√üer Freude auch bei mir Zuhause aus. Wenn ich den Eindruck hinterlassen habe, das ich den ganzen Tag nur Zuhause sitzen und mein Dasein mit Chanten und Drogenkonsum verbringen w√ľrde, so kann ich nur leicht l√§chelnd sagen, das dies nicht der Fall ist. ;)

Schlie√ülich ist ein gepflegtes Selbstbild und eine vorbildliche Pers√∂nlichkeit zu entwickeln ein sehr wichtiger Teil, der zur Glaubw√ľrdigkeit beitr√§gt.
Meine Liebe zu Gott ist mittlerweile so stark, das ich keinen anderen Wunsch mehr hege als seinen hingebungsvollen Dienst. Ich w√ľsste nicht, was mir mehr Gl√ľck bringen sollte. Und da dieses Gl√ľck immer wieder durchs Chanten entfacht wird und dabei immer st√§rker zu werde scheint, w√ľrde mir eine irdische Beziehung momentan als sehr st√∂rend in den Sinn in kommen.
Aber ich bin mir sicher, falls sich das √§ndert, w√ľrde mir jemand da oben helfen, das eine abgebrochene Schulausblidung kein gro√ües Hindernis f√ľr ein neues Vorhaben w√§re.

Ich freue mich sehr, das hier so offene und nette Menschen zu sein scheinen, die obendrein auch selbst tiefere Kenntnisse in spirituellen Dingen haben. Ich werde mich hier sicherlich in Zukunft noch öfter herumtreiben und Erfahrungen austauschen.
Zuletzt geändert von SleepingDream am 24.11.2015, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.

odaj
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von odaj » 24.11.2015, 21:15

Das Problem wird dabei nur sein: einseitiges Missionieren ist kein Austausch und bei deiner derzeitigen Euphorie (völlig normal, hat jeder Gläubige = im Pietismus wurde das "die erste Liebe genannt", der dann allerdings dann auch schwere Zeiten bevorstanden) wirst du uns auch wahrscheinlich gar ned zuhören.

Also bleibe in deiner Glaubensgemeinschaft und mache deine Erfahrungen. Bei einer Bauchlandung wirst du allerdings evtl einen anderen Gott benötigen - und ob der dir dann auf die Beine hilft, naja = du hast ja deine Seele entdeckt, und das wird dich schon tragen.

meine besten W√ľnsche

kleiner Nachtrag:

der Haushalt besteht nicht nur aus hingebungsvollen kehren = W√§sche waschen, essen kochen, sp√ľlen, richtig saubermachen,,,,eure Frauen arbeiten schon ordentlich. Aber das ist ja freiwillig.
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von SleepingDream » 24.11.2015, 21:25

@ odaj

Ja klar wirke ich sehr euphorisch. Das ist denke ich nur nat√ľrlich wenn man sich gl√ľcklich f√ľhlt. Bauchlandungen sind im Leben unvermeitbar und geh√∂ren zum Prozess des Verstehens dazu. Wenn man an Karma glaubt, so ist der Sinn dahinter zu verstehen, das es aufgrund meiner Vergangenen Taten zur√ľckzuf√ľhren ist, das ich daran leide. Anstatt sich dann zu beklagen und weil man sauer ist einen "anderen" Gott zu suchen, f√§nde ich ziemlich heuchlerich. Ich finde es nicht fair, das du mir vorwirfst euch nicht zuzuh√∂ren, da ich das doch offensichtlich versuche. Das du mir Grunds√§tzlich unterstellst bereits in meiner eigenen Meinung so festgefahren zu sein, das ich die Ratschl√§ge von √§lteren und erfahren Personen nicht mehr annehmen w√ľrde, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Ich sehe mich einfach als einen Menschen, der eben Fehler machen kann wie jeder andere, aber sich dadurch selbst f√ľr besser oder schlechter als eine andere Person zu halten, finde ich nicht richtig. Schlie√ülich sind wir alle hier um zu lernen und das hei√üt f√ľr mich, das man von jedem etwas lernen kann auch wenn man am Ende unterschiedliche Betrachtungsweisen auf die Dinge hat.

Nachtrag:
Erstens: Nur weil ich mich f√ľr eine Gemeinschaft entschieden habe, in der ich spirituelles Bewusstsein kultivieren will, heisst das nicht, das ich all ihre √úberzeugungen teile.

Zweitens: Ich handhabe meinen eigenen Haushalt. Ich w√ľrde mich weder als faul, noch als komplett inkompentent in Sachen Haush√§lter Pflichten betrachten, da ich schlie√ülich auch meine eigenen Haushalt wirtschafte. Ob das jedem so reicht wie ich es mache sei mal dahingestellt.

Drittens:Finde ich eine Diskussion auf diesen Niveau Schwachsinnig, da du mir scheinbar deine Auffassung von Leben und Realismus geben willst und ich auch gerne bereit bin zuzuh√∂ren, aber ich das Gef√ľhl habe das du mir nur aufgrund meines jungen Alters jegliche Lebenserfahrung absprechen willst.

Sehe ich das falsch?

odaj
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von odaj » 24.11.2015, 22:04

ja - ich bin davon ausgegangen, das du in einer Gemeinschaft wohnst.
Dort ist es dann etwas anders.
Und irgendwann wirst du dann auch eingeladen, und letztendlich ist das bei den krshnas auch "Pflicht"

Aber deine euphorie sei dir gegönnt.
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von SleepingDream » 24.11.2015, 22:29

@Pascale

Deinen Beitrag fand ich ziemlich am√ľsant, aber auch hilfreich. Erstmal danke daf√ľr.
Also das mit dem Orgasmus verstehe ich nicht so ganz, bzw warum du mir gerade diese Frage stellst^^, aber ich glaube mal gelesen zu haben, das Frauen ein bis zu 9 mal st√§rkeres Sexualempfinden erreichen k√∂nne. Das schafft nat√ľrlich nicht jede ;) .

Ja das mit den Drogen ist mir auch bekannt, aber ich hatte 2 Jahre ziemlich viele Erlebnisse damit, bei denen ich auch unglaublich wertvolle Freundschaften schließen konnte. Daher fällt es mir nicht ganz leicht von jetzt auf gleich damit aufzuhören. Es war ein großer und wichtiger Lebensabschnitt in meinem Leben und das Kapitel muss ich erst einmal in ein neues einleiten.

Wo die Reise hingeht weiß ich nicht, ich lass mich einfach mal leiten und schau wohin mich das Schicksal so bringt.

Beziehungen sind immer Vorhanden ob nun in dieser oder in einer anderen Welt. Davon distanziere ich mich bisher nur, weil ich glaube ein h√∂heres Gl√ľck gefunden zu haben (und nebenbei ist eine Beziehung die man mit Gott pflegen will ja auch kein aktionsloser Liebesaustausch) und an etwas wie Frau und Kinder denke ich nat√ľrlich zurzeit sowieso nicht. Auch das lass ich einfach mal auf mich zukommen und schau ob sich bei mir irgendwann Interesse in diesem Gebiet auftut.

Ich wei√ü dein Feedback sehr zu sch√§tzen und mich w√ľrde Interessieren, welche Techniken du beim chanten verfolgst oder auf welche du dich beziehst. Bin gerne offen f√ľr Neues

Auch dir eine gute Nacht und einen schönen start in den TAg :).

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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von Sullivan » 27.11.2015, 09:38

Verantwortungsbewusster SleepingDream,

ich nenne dich verantwortungsbewusst, weil du auf meine besorgte Frage nach deinem Schulabbruch und den Drogen √ľberzeugende Antworten gegeben hast. Mit Kraft und Umsicht steuern wir unser Lebensschiff auch in schwieriger Situation sicher.

Pascale schreibt dir im letzten Beitrag: "Du schwadronierst √ľber Religion und Philosophie." - Solche pauschalen Abwertungen ohne jede Differenzierung haben im Forum schon oft zum Abbruch der Diskussion und zur Abwanderung der "Belehrten" gef√ľhrt, die andernfalls das Forum bereichert h√§tten. Immerhin ist das nicht beleidigend wie bei einem Zweiundzwanzigj√§hrigen, als Pascales Beitrag gel√∂scht wurde.

Ein anderes Sorgenkind des Forums ist Odaj. Trotz seiner 56 Jahre beherrscht er ganz einfache Grundregeln der Kommunikation noch nicht. Deshalb begr√ľ√üe ich deine klaren Worte im Beitrag 6 an ihn: "Drittens finde ich eine Diskussion auf diesem Niveau schwachsinnig, da du mir scheinbar deine Auffassung von Leben und Realismus geben willst, und ich auch gerne bereit bin zuzuh√∂ren, aber ich das Gef√ľhl habe, dass du mir aufgrund meines jungen Alter jegliche Lebenserfahrung absprechen willst." - Ich habe mich im Engelsthread und anderswo mit Engelsgeduld bem√ľht, Odaj den Unterschied zwischen Beleidigung und sachlicher Kritik klar zu machen. Bisher hat er zwar selbst noch niemanden beleidigt, er verteidigt aber grobe Beleidigungen anderer.

Deine Beitr√§ge und Berichte in den beiden Links haben bei mir Erinnerungen an die eigene Jugendzeit wachgerufen. Als Sechzehnj√§hriger las ich wie vom Donner ger√ľhrt die Reden Buddhas aus der √§ltesten √úberlieferung des Pali-Kanon, in der √úbersetzung von Karl Eugen Neumann. Das sind mehrere tausend Seiten, einschlie√ülich der Lieder der M√∂nche und Nonnen Buddhas. Damals glaubte ich, Buddhist werden zu m√ľssen. Neumann √ľbersetzt das buddhistische Wort "Nirwana" treffend mit "Wahnerl√∂schung". - Im Thread "Das spirituelle Leben" hast du auf ein empfehlenswertes Buch von Rinpoche hingewiesen. Dessen tibetischer Buddhismus, wie er auch vom Dalai Lama vertreten wird, unterscheidet sich deutlich vom Urbuddhismus des Pali-Kanon.

Welchen Weg wir auch beschreiten: Wahnerlöschung in vielerlei Hinsicht begleitet uns immer dann, wenn wir Fortschritte machen.

LG Sullivan

SleepingDream
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von SleepingDream » 27.11.2015, 12:56

@Sullivan

Vielen Dank f√ľr diesen Beitrag. Dazu kann ich nicht mehr viel sagen, au√üer das ich mich sehr gefreut habe ihn zu lesen. Ich lese viel Weisheit und Gelassenheit aus deinen Worten, die sehr √ľberzeugend sind. Ich werde mich auf jeden Fall freuen deine Beitr√§ge auch in Zukunft lesen zu d√ľrfen.

@Pascale

Zu der Sache mit dem Orgasmus. Wenn du dich auf meine F√§higkeit des luziden Tr√§umens beziehst, so muss ich dir leider sagen, das ich diese nicht f√ľr diverse Exerpimente nutze, da ich meine Tr√§ume nutze um tiefer in meine Psyche einzutauchen. Da in solchen Tr√§umen auch als Mann multible Orgasmen m√∂glich sind und diese auch potenziert werden k√∂nnen, ist eine objektive Aussage zu diesem Thema sowieso nicht m√∂glich. Ich wei√ü das ich mich damit jetzt unbeliebt machen werde, aber mein Interesse an Sex ist in etwa bei 0,1%. Ich habe eine l√§ngere Zeit Tr√§ume genutzt um mit meiner Tulpa etwas intimer zu werden, aber nachdem sie mir erz√§hlt hat das sie das eigentlich nur f√ľr mich macht und selbst kein Interesse daran hat, kam ich mir wie ein kleines Kind vor sie um Sex zu bitten. Nebenbei sind die Dinge die man zusammen im Traum machen kann auch viel sch√∂ner als ein verg√§ngliches Gl√ľcksgef√ľhl, das dich obendrein nach Vollendung auch noch zum aufwachen zwingt. ;)

Das ich in meinem Alter nach Gotteserfahrung suche ist auch nicht gew√∂hnlich f√ľr mein Alter. Zumindest wenn ich mir die heutige Generation ansehe. (Ich bin selbst noch jung und sage schon fr√ľher war alles besser :D. Das stimmt nat√ľrlich nicht alles^^.)
Selbst wenn ich Millionen von Leben lebe, kann ich nichtmals ein Staubkorn an Erfahrungen sammeln, mit dem man Gott ansatzweise verstehen könnte.
Aber davon abgesehen hat spiritueller Fortschritt nichts mit dem Alter, sondern mit der Hingabe daran zu tun. Wenn wir davon ausgehen, das wir nicht der Körper sondern die Seele sind, so ist das Alter beim erwachen des Spirituellen Bewusstseins meiner Meinung nach eher irrelevant.
Worrauf beziehst du "Materielles Leben" ? Das ich noch essen, schlafen und einige soziale Kontakte pflegen muss ist mir klar, aber wenn sich Materielles Leben auf ein Auto, Haus und Wohlstand beziehen w√ľrde, so w√ľrde ich sagen das ich dem√ľtig bete daran kein Interesse zu bekommen.

Wahrheit scheint ja ein sehr subjetiver Begriff f√ľr dich zu sein. Wenn wir von einer objektiven Wahrheit ausgehen, so w√§re innerer Frieden der erste Schritt diese herausszufinden. Denn man kann keine Rationale Entscheidung treffen, wenn man von seinen falschen Vorstellungen und inneren Unruhen und dem Kampf ums Dasein abgelenkt ist. So w√ľrde ich den inneren Frieden als meinen gr√∂√üten Freund betrachten um so etwas wie der Wahrheit n√§her zu kommen.

Die Ergebnisse vom chanten sollen mager sein? Das kann ich keineswegs best√§tigen. Permanente Extase und das Gef√ľhl die Energie platzt aus allen N√§hten, w√ľrde ich nicht als magere Ergebnisse betrachten. Ich will mich damit nicht profilieren, aber wenn das magere Ergebnisse sind, dann glaube ich die h√∂heren sind in dieser Welt unauffindbar. Die Zeit zum chanten nehme ich mir. Meistens reicht 1-2 Stunden am Tag auch v√∂llig aus um trotzdem seine Vorhaben am Tag umzusetzen. Das ist dann halt eine Sache der Priorit√§ten ob man lieber Meditiert oder sich eine Serie anschauen m√∂chte. Beides kann sowohl Entspannung, als auch Entertainment bedeuten.

Was ich suche ist eigentlich simpel. Ich such nach Liebe und einem Sinn im Leben. Ich denke damit unterscheide ich mich nicht sonderlich von den W√ľnschen anderer. Wissen=Macht also bezieht das eine, das andere auch ein. Allerdings lege ich auf "Macht" um andere zu beherrschen keinen Wert. Es verdirbt einen nur und l√§sst sich selbst vergessen um in einem illusion√§ren Rausch irgendetwas kontrollieren zu k√∂nnen aufzugehen. Das ist zumindest meine Meinung.

Auch dir einen schönen Tag :).

odaj
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von odaj » 27.11.2015, 21:07

Pascale hat geschrieben:
Denn der innere Frieden ist nur eine Beruhigung der Sinne.
Und der Emmentaler ist ein Käse mit Löchern :-o

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Ich weise freundlich darauf hin, das ich meine Ignorierfunktion nutze. Wessen Texte ich lesen und beantworten will - entscheide ich selber

SleepingDream
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Re: Selbstverwirklichung durch Chanten und Religiöser Prakti

Beitrag von SleepingDream » 27.11.2015, 21:53

@ Pascale

Die Beherrschung der Sinne ist der erste Schritt um √ľberhaupt spirituelle Erkenntnisse zu sammeln. Wenn spirituelles f√ľr dich bedeutet ein paar Taschenspielertricks mit Materie zu vollf√ľhren und ein wenig philosophisch zu werden, dann muss ich dir leider sagen das du Spiritualit√§t noch nicht wirklich begriffen hast.
So verhält sich das auch mit der "Gesellschaft". Ich identifiziere mich nicht mit dieser oder jener Gesellschaft. Wenn man sich als Seele erkennt dann sollte man auch verstehen das materielle Bindungen nur temporär sind und einen nur auf dem Pfad zur Selbsterkenntis behindern.

Das pralle Leben , wie du es so schön nennst bietet dir das Beschränkte Dasein auf einem winzigem Planeten irgendwo im Universum. Wenn man mal eine kleine Vorstellung von der größe von Gott und der kleine der Lebewesen hat, so wird man schnell verstehen das der Versuch Gott volkommen zu verstehen an der Beschränkten Intelligenz der Lebewesen scheitern wird. Das wird nur so lange funktionieren bis das Maß voll ist.

Aber ich bin mir sicher, das du es schaffen wirst, wenn du nur willst.

"Liebe kommt aus dem inneren"
Wo ist das innere den genau? Was glaubst du ist das innere und wieso beschränkst du Liebe aus dem innerlichem? Ein Kind das von seiner Mutter geliebt wird, bildet sich ihre Liebe bestimmt nicht nur in seinem "innerem" ein. Liebe ist allgegenwärtig und durchzieht jede Ader des Lebens.
Wenn du das nicht erkannt hast, so kannst du noch nicht als Mystiker bezeichnet werden.

Spirituelle Liebe ist das h√∂chste Ziel, das es zu erreichen gibt. Ich bin mir sicher das du da deine eigenen Ansichten hast, aber f√ľr mich ist ewige Gl√ľckseeligkeit ein durchaus w√ľnschenswertes Ziel.
Ich w√ľsste nicht auf was man sich sp√§ter vertr√∂sten sollte. Die praktischen Resultate durch spirituelle √úbungen f√ľhren wenn sie ernsthaft durchgef√ľhrt werden schnell zu dem Ergebnis was getan werden soll und was nicht. Spirituelle Extase kann nur von dem verstanden werden, der diese eben auch erlebt. Wenn solche Erfahrungen gemacht wurden hat man eine Grundlage auf der man eine Wahrheit diskutieren k√∂nnte.

Sich auf der Ebene der Materie herumzutreiben ist sicherlich nicht das bewährte Ziel eines Yogis ;) .

Dein kleiner Prinz mit der Vorliebe f√ľr Vormittagsserien w√ľnscht dir einen guten Start in den Tag. ;)

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