Zwangsgedanken, Gr├╝beln, Misstrauen

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Anele
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Zwangsgedanken, Gr├╝beln, Misstrauen

Beitrag von Anele » 23.03.2014, 17:55

Hallo liebes Team,

ich bin neu hier und m├Âchte mich an euch wenden...ich bin 24 und komme aus einer sehr spirituellen Familie, sowohl meine Oma, als auch meine Mutter sind in dieser Hinsicht sehr "begabt" (sorry, mir f├Ąllt der richtige Begriff nicht ein, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine) und ich auch ich bin sehr emphatisch und offen f├╝r Zeichen, spirituelle Themen u.├Ą.
Leider geht es mir allerdings nun seit vier Jahren gar nicht gut...alles hat vermeintlich mit der Trennung mit meinem Ex-Freund zu tun, der mich hintergangen hat. Seitdem bin ich in ein tiefes Loch gest├╝rzt, habe niemandem mehr vertraut und letztlich auch das Vertrauen in mich selbst verloren. Ich habe starke Selbstzweifel, gr├╝bel viel und leide unter Zwangsgedanken. Diese Problematiken haben sich auch auf meine neue Beziehung ├╝bertragen, sodass auch diese kriselt. Am schlimmsten ist f├╝r mich, dass die Zwangsgedanken auch das f├╝r mich wichtige Thema Kinder betreffen - ich arbeite beruflich mit ihnen und mich macht das alles so fertig. Ich bin ein liebevoller, aufmerksamer Mensch, der es allen und jedem recht machen will - und werde doch von furchtbaren Zweifeln gequ├Ąlt.
Mein Opa ist verstorben und nach einem starken Familienstreit habe ich Funkstille mit einem Teil meiner Verwandtschaft (u.a. besagte Oma), hinzu kommt die Erkrankung meines Vaters (Depressionen, posttraumatische Belastungsst├Ârung, Burn-Out). Ich wohne noch zuhause, d.h. ich bin auch ziemlich unter privatem Stress.
Ich komme mir vor wie einem Hamsterrad. Ich f├╝hle mich in meiner Haut gar nicht mehr wohl und habe viele Eigenschaften entwickelt, die ich gar nicht mag (zweifelnd, eifers├╝chtig, unzufrieden) und w├╝rde so gerne wieder innerlich frei, entspannt und einfach nur gl├╝cklich sein. Ich f├╝hle mich aber extrem gehemmt und blockiert und vermeide Dinge, von denen ich wei├č, dass sie mir eigentlich gut tun w├╝rden...
Ich bin auch seit ca. einem dreiviertel Jahr in psychotherapeutischer Behandlung, wo prim├Ąr die Beziehungsthemen bearbeitet werden....Aber insgesamt ist nicht wirklich ein Vorankommen erkennbar.

Ich bin sehr verzweifelt und erhoffe mir hier einige Ratschl├Ąge.

Liebe Gr├╝├če

Solarus
Alter: 55 (m)
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Dabei seit: 2014

Beitrag von Solarus » 23.03.2014, 22:23

Anhand deiner Beschreibung ├╝ber deine Lebensumst├Ąnde, habe ich den Eindruck, dass dir das Verh├Ąltnis zwischen Geben und Nehmen, zwischen N├Ąhe und Distanz nicht recht zu stimmen scheint. Du willst es jedem recht machen, will - etwas grob ausgedr├╝ckt - hei├čen, es dir selbst nicht recht machen zu wollen. Hier fehlen das Nehmen und die Distanz.

Ich habe mich vorerst noch oberfl├Ąchlich ausgedr├╝ckt, nur um die Prinzipien erst einmal angesprochen zu haben. Ich schlage vor, es etwas wirken zu lassen.

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