Tierliebe

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ramalon
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Tierliebe

Beitrag von ramalon » 04.08.2014, 21:56

Tierliebe

Hi Leute

Heute ist mir mal wieder besonders die „Tierliebe“ aufgefallen im Zusammenhang mit Hunden.
Viele Menschen verkrĂŒppeln ihre Hunde durch Übergewicht und Bewegungsmangel.
Bei Verwandten, die ich nach langer Zeit wieder gesehen hatte, viel es mir besonders auf.
Sie haben zwei Terrier.
Die Tiere sind ĂŒberbehĂŒtet, werden bei jedem Wehwehchen zum Tierarzt geschleppt usw.
Eines habe ich bei den sonst so lebensfreudeigen Tieren vermisst. Eben die Lebensfreude.
Es sind anteilnahmslose Tiere, schon fast lethargisch.
So ist es auch bei einer Bekannten, die den Hund ihrer Tochter in Pflege nimmt, wenn sie in Urlaub fahren.
Sie liefern ein anteilnahmslosen Hund ab, bekommen eine lebensfreudigen Hund wieder.
Bei meiner Bekannten darf der Hund noch Hund sein.

Was ist das fĂŒr eine Tierliebe wenn man dem Tier, das man liebt, die Lebensfreude nimmt.
Oder leibt man nur sich selbst und nicht das Tier.


Gruß ramalon

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Satinka
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Beitrag von Satinka » 05.08.2014, 09:44

Hey Ramalon,

ich denke, dass dies trotz allem was du geschildert hast, eine normale Tierliebe ist.
Der einzige Unterschied dabei ist jedoch, dass diese Menschen einfach zu viel des Guten machen und das Tier so sehr "verhĂ€tscheln" und ĂŒberfĂŒrsorglich sind, dass das Tier sich vielleicht nicht mehr wohl fĂŒhlt.
Doch die Menschen merken das wahrscheinlich gar nicht. Sie sehen nicht mehr das Tier als ganzes sondern nur noch dessen Problemchen, wie zum Beispiel Zecken, eine kleine fast kaum sichtbare Wunde, etwas Dreck an den Pfoten (was eigentlich ĂŒberhaupt nicht tragisch ist und auch einfach beim Hundsein dazu gehört).
Die Besitzer geraten dann wahrscheinlich sofort in Panik, da die gerade aufgezĂ€hlten Dinge, fĂŒr den Hund eine Gefahr darstellen könnten.
Sie sind immer um ihre Liebsten besorgt und streben danach ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu erhalten, was sich aber leider negativ auf den Hund auswirkt.
Der Hund fĂŒhlt sich dadurch vielleicht eingeengt, nicht ernst genommen, oder unsicher..

Diese ÜberfĂŒrsorglichkeit gibt es natĂŒrlich auch bei Kindern. Als ich klein war habe ich selbst Erfahrungen damit gemacht.

Naja.. Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen:)

Satinka
"We meet no ordinary people in our lives." - C.S. Lewis

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TeleMakeUs
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Beitrag von TeleMakeUs » 05.08.2014, 12:24

ramalon hat geschrieben:Tierliebe

Hi Leute

Heute ist mir mal wieder besonders die „Tierliebe“ aufgefallen im Zusammenhang mit Hunden.
Viele Menschen verkrĂŒppeln ihre Hunde durch Übergewicht und Bewegungsmangel.
Bei Verwandten, die ich nach langer Zeit wieder gesehen hatte, viel es mir besonders auf.
Sie haben zwei Terrier.
hi du!!!

wenn herrchen/frauchen das tier ZU VIEL fĂŒttert,dann ist dies falsch rĂŒber gebrachte liebe. so,wie das bei kindern auch der fall sein kann.
die besitzer wollen dem tier eigentlich nur gutes--lösen dabei aber genau das gegenteil aus. vielleicht können sie ihre liebe nicht anders zeigen!?
oder es ist eben ZU GUT gemeint.
wenn dann noch bewegungsmangel hinzu kommt,sieht es ganz schlecht aus fĂŒr's tier. nicht gleich macht sich das bemerkbar...aber im laufe der zeit......

meine shih-tzu's sind extremst aktive hunde. außerdem habe ich 4 stĂŒck--eigentlich schon ein kleines rudel.
(wölfe leben ja auch in einer gruppe.) dachte,dies ist fĂŒr die tiere ideal...da sie auch ihresgleichen um sich brauchen--nicht nur menschen.
mit den hunden wird 3-4 mal am tag gelaufen.und das nicht nur 10 meter. (sondern jedesmal ca. 45-60 min.)

jedes tier hat ĂŒbrigens sein lieblingsspielzeug,sein lieblingsessen,sein lieblingskissen usw.....
"grizzly" z.b. hasst es,wenn ein anderer auch mal nur schon nach seinem spielzeug schaut.er nimmt es sogar des öfteren zum laufen mit und trÀgt es dann die ganze zeit mit sich herum. ;) :smile06:
ramalon hat geschrieben: Die Tiere sind ĂŒberbehĂŒtet, werden bei jedem Wehwehchen zum Tierarzt geschleppt usw.
Eines habe ich bei den sonst so lebensfreudeigen Tieren vermisst. Eben die Lebensfreude.
Es sind anteilnahmslose Tiere, schon fast lethargisch.
na ja...wegen einer zecke muss man jetzt nicht gleich zum tierarzt--es gibt ja auch zeckenzangen. damit lÀsst sich das problem selbst auch sehr gut beheben.
was das krallenschneiden betrifft,gehen wir aber hin.das traue ich mir selbst immer nicht so wirklich. bei den dunklen krallen sieht man nÀmlich nicht,wie weit man abschneiden kann. da die hunde sehr viel im garten spielen,nutzen sich die krallen eher weniger ab--deswegen das schneiden,ab und an.
die zĂ€hne mĂŒssen auch immer mal wieder nachgeschliffen werden-um zahnstein zu vermeiden.
alleine durch dementsprechende kauknochen lĂ€sst sich dieses problem nĂ€mlich nicht beheben. hinzu kommt,das shih-tzu's einen ĂŒberbiss haben...da muss auch immer mal wieder kontrolliert werden,ob alles in ordnung ist.

finde es aber trotzdem besser, lieber einmal mehr zum tierarzt zu gehen,als zu wenig.
ramalon hat geschrieben: So ist es auch bei einer Bekannten, die den Hund ihrer Tochter in Pflege nimmt, wenn sie in Urlaub fahren.
Sie liefern ein anteilnahmslosen Hund ab, bekommen eine lebensfreudigen Hund wieder.
Bei meiner Bekannten darf der Hund noch Hund sein.

Was ist das fĂŒr eine Tierliebe wenn man dem Tier, das man liebt, die Lebensfreude nimmt.
Oder leibt man nur sich selbst und nicht das Tier.


Gruß ramalon
gehe auch mal davon aus,das sich die tochter wohl viel mehr mit dem hund beschÀftigt. bei nur einem hund in der familie ist es ja so,das dieses tier dann vollkommen auf den menschen angewiesen ist. es ist nur von menschen umgeben......so artgerecht ist das nÀmlich nicht.
und wenn sich besagte leute dann eben kaum mit dem tier beschÀftigen,wird es auch teilnahmslos.

aber viele hundebesitzer meinen es wirklich nur total gut und lieben ihre hunde/ihren hund ĂŒber alles.
fĂŒr mich sind meine "terror-krĂŒmel" auch mit das wichtigste in meinem leben!!! ohne sie möchte ich gar nicht leben.......sie bedeuten mir extremst viel!!!

LG
TeleMakeUs
...."du bist die andere k.i. wie heißt du? was ist dein turing-code? na?" .....um einen dĂ€mon zu rufen,muss man seinen namen kennen....."neuromancer", sagte der junge. er schaute in die aufgehende sonne. "der pfad ins reich der toten. aber nein mein freund,ich BIN die toten und ihr reich!" er lachte........eine möve kreischte. "bleib hier. wenn dein mĂ€dchen ein spuk ist,dann weiß sie es nicht.und du auch nicht"......."du gehst kaputt! das eis bricht!"......."nein",sagte der junge traurig und lies die schmĂ€chtigen schultern hĂ€ngen....er scharrte mit dem fuß im sand. "es ist viel einfacher..." aus william gibson's "neuromancer"

ramalon
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Beitrag von ramalon » 06.08.2014, 07:25

Hi TeleMakeUs

Ok meine Eltern hatten auch einen Hund. Das Tier sieht die Familie als sein Rudel an.
Ich weiß.
Nur der Hund hatte seine Freiheit, konnte in Garten tun und lassen was er wollte.
Es gibt bestimmte Dinge im Straßenverkehr z.B. wo man den Hund schon zu eigenen Sicherheit erziehen muss, Unser SchĂ€ferhund lief immer ohne Leine, was jetzt nicht mehr möglich ist.
Nur Dinge die das Tier brauchte um gesund zu bleiben, wie Kot fressen usw. haben wir dem Hund erlaubt. Ist eben seine Natur, obwohl bei uns der Gedanke allein Ekel auslöst.
Das Tier braucht verschiedene Bakterien um gesund zu bleiben und muss sie von außen aufnehmen. (Wölfe usw. fressen mit Vorliebe Eingeweide)
Und eben den lieben Haustieren wird so etwas abgewöhnt und dann sind diese Tiere allergisch und ewig krank.
Das Tier darf nicht mehr das sein was es ist.
Ich denke oft, dass diese Tierliebe eher Eigenliebe ist, ansonsten wĂŒrde man so etwas dem Tier nicht antun.
Man macht nichts kaputt was man liebt.


Gruß ramalon

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 06.08.2014, 16:27

"Man macht nichts kaputt, was man liebt."
Hey Ramalon,

ich weiß ja, welchen Hund du meinst. Du warst und bist erheblich besser informiert und machst dir mehr Gedanken als viele Hundebesitzer. Ich glaube, sie fĂŒgen oft aus Unwissenheit und "Dummheit" ihrem Tier Schaden zu. Z.T. werden Hunde sogar als Kinder- oder Partnerersatz angeschafft, was fĂŒr die Tiere gar nicht vorteilhaft ist, denn sie werden sehr hĂ€ufig an den Besitzer gebunden, eingeengt.

GrĂŒĂŸe!
Martina
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

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TeleMakeUs
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Beitrag von TeleMakeUs » 16.08.2014, 08:29

ramalon hat geschrieben:Hi TeleMakeUs

Ok meine Eltern hatten auch einen Hund. Das Tier sieht die Familie als sein Rudel an.
Ich weiß.
Nur der Hund hatte seine Freiheit, konnte in Garten tun und lassen was er wollte.
Es gibt bestimmte Dinge im Straßenverkehr z.B. wo man den Hund schon zu eigenen Sicherheit erziehen muss, Unser SchĂ€ferhund lief immer ohne Leine, was jetzt nicht mehr möglich ist.
Nur Dinge die das Tier brauchte um gesund zu bleiben, wie Kot fressen usw. haben wir dem Hund erlaubt. Ist eben seine Natur, obwohl bei uns der Gedanke allein Ekel auslöst.
Das Tier braucht verschiedene Bakterien um gesund zu bleiben und muss sie von außen aufnehmen. (Wölfe usw. fressen mit Vorliebe Eingeweide)
Und eben den lieben Haustieren wird so etwas abgewöhnt und dann sind diese Tiere allergisch und ewig krank.
Das Tier darf nicht mehr das sein was es ist.
Ich denke oft, dass diese Tierliebe eher Eigenliebe ist, ansonsten wĂŒrde man so etwas dem Tier nicht antun.
Man macht nichts kaputt was man liebt.


Gruß ramalon

hallo ramalon !!!

ja,das stimmt--ein hund sieht die familie als sein rudel an. (es bleibt ihm ja auch gar nichts anderes ĂŒbrig-wenn man es SO sieht.)
viel,viel besser sind 2 hunde.....da hat der hund dann wenigstens auch mit seinesgleichen zu tun--nicht nur mit menschen.

ohhhh...also meine 4 hunde kann ich nun gar nicht unbeaufsichtigt im garten lassen--das wÀre ein totales fiasko.
danach wĂŒrde man den garten nicht mehr wieder erkennen. hab das einmal miterlebt,WAS die hund im garten so alles anstellen,wenn sie sich unbeobachtet fĂŒhlen:
die beiden jĂŒngeren hunde fingen an,blĂŒten der blumen abzuzupfen--oder blĂ€tter........oder noch besser: sie legten sich gleich auf die ganzen blumen drauf. das war wohl weicher,als ihr hundekissen. :shock: :geek:

krĂ€nzle fĂ€ngt dann nach kurzer zeit immer schön das buddeln und graben an. :roll: wĂŒrde man ihm das durchgehen lassen,sĂ€he der garten innerhalb weniger tage aus,wie die schĂŒtzengrĂ€ben in kriegsgebieten.
es ist unmöglich,die tiere unbeaufsichtigt im garten zu lassen.

und was das mit dem kot fressen betrifft: also da muss ich sagen das unsere tierÀrztin mal sagte,das dies nur hunde machen,die mangelerscheinungen an verschiedenen stoffen haben. und damit versuchen sie das auszugleichen.......
dies haben meine hunde noch nie getan. ein gesunder hund frisst keinen kot.

die hunde brauchen eine sehr ausgewogene ernÀhrung--dies trÀgt sehr dazu bei,das sie gesund bleiben--oder auch nicht,wenn es die falsche ist.
meine shih-tzu's bekommen auch kein dosenfutter-das wĂŒrden sie mit sicherheit noch nicht mal anrĂŒhren.
es gibt bestimmtes trockenfutter,das speziell auf shih-tzu's abgestimmt ist. auch die form der futterstĂŒckchen,ist ideal fĂŒr ihren ĂŒberbiss.außerdem enthĂ€lt dieses futter sehr wichtige mineralien und andere stoffe,die eben noch benötigt werden.
sie werden zweimal am tag gefĂŒttert......frĂŒh und am abend/spĂ€ten nachmittag.
frĂŒh bekommen sie ihr trockenfutter und abends immer frisch gekochte sachen,wie z.b. reis mit hĂŒhnchen,leber,nieren,fleischknochen,rippchen und auch fisch.

zusĂ€tzlich bekommen sie 2-3 mal in der woche auch salat,gurkenstĂŒckchen,Ă€pfel (ĂŒberwiegend "pink lady"),karotten.......also viel an obst und gemĂŒse. (zitrusfrĂŒchte darf man ihnen aber nicht geben--dies benötigen sie auch gar nicht.)
wegen der langen und sehr dichten haare bei shih-tzu's kommt es immer wieder vor,das sie beim putzen einige von ihnen verschlucken. die werden dann,wenn sich wohl genug angesammelt haben,als "gewölle" wieder ausgespuckt--so wie katzen das ja auch machen. und um dies besser tun zu können benötigen sie gras,salat oder gurke.

bei mir dĂŒrfen die hunde das sein,was sie sind-nĂ€mlich ĂŒber alle maßen geliebte tiere. und vermenschlicht werden sie auch nicht.
den tieren soll es aber an nichts fehlen--und auch die arbeit die dahinter steckt,sollte man ihnen zuliebe gerne tun. shih-tzu's mĂŒssen z.b. jeden zweiten tag gekĂ€mmt werden-am besten wĂ€re jeden tag.

also ich kann dir versichern,das meine tierliebe KEINE eigenliebe ist!!!! mir geht es dabei zu 100% um die tiere und das es ihnen gut geht.

LG
Tele
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martina1966
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Beitrag von martina1966 » 17.08.2014, 20:35

Hey,

wir arbeiten 1 Mal pro Woche in einem riesigen Feng Shui-Garten (5100 qm), dort wohnen ein Ă€lteres Ehepaar und eine belgische SchĂ€ferhĂŒndin, ca. 4 Jahre jung. Sie ist ein totales EnergiebĂŒndel.
Die Sache ist, dass sie stĂ€ndig mit uns spielen will, und wenn sie ihren Willen nicht bekommt, fĂ€ngt sie an zu bellen und wird oft aggressiv, besonders gegenĂŒber dem RasenmĂ€her, um den sie wild bellend herumrennt und in ein Rad hineinbeißt: es ist eine Aufforderung an meinen Mann, den MĂ€her auszumachen und sich mit ihr zu beschĂ€ftigen. Sie bellt die Nachbarn an, Vögel usw.
Im Grunde ist sie ein ganz tolles Tier, dass beim Spielen manchmal jauchzt vor Freude, nur kann sie nicht begreifen, dass wir fĂŒr sie kaum Zeit haben. Das geht schon seit Jahren so. Und wenn man einen Stock aufhebt, kann es passieren, dass sie versehentlich in einen Finger beißt.

Ratlose GrĂŒĂŸe
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TeleMakeUs
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Beitrag von TeleMakeUs » 19.08.2014, 05:49

martina1966 hat geschrieben:Hey,

wir arbeiten 1 Mal pro Woche in einem riesigen Feng Shui-Garten (5100 qm), dort wohnen ein Ă€lteres Ehepaar und eine belgische SchĂ€ferhĂŒndin, ca. 4 Jahre jung. Sie ist ein totales EnergiebĂŒndel.
Die Sache ist, dass sie stĂ€ndig mit uns spielen will, und wenn sie ihren Willen nicht bekommt, fĂ€ngt sie an zu bellen und wird oft aggressiv, besonders gegenĂŒber dem RasenmĂ€her, um den sie wild bellend herumrennt und in ein Rad hineinbeißt: es ist eine Aufforderung an meinen Mann, den MĂ€her auszumachen und sich mit ihr zu beschĂ€ftigen. Sie bellt die Nachbarn an, Vögel usw.
Im Grunde ist sie ein ganz tolles Tier, dass beim Spielen manchmal jauchzt vor Freude, nur kann sie nicht begreifen, dass wir fĂŒr sie kaum Zeit haben. Das geht schon seit Jahren so. Und wenn man einen Stock aufhebt, kann es passieren, dass sie versehentlich in einen Finger beißt.

Ratlose GrĂŒĂŸe
hallo martina1966 !!!

ohh....also das ist ja wirklich ein extremst großer "garten". :shock: liest sich ja schon mehr wie ein park.....
ist bestimmt sehr schön dort.

so wie du das verhalten des hundes beschreibst,könnte es der fall sein,das dieses tier total unterfordert ist. die besitzer des hundes sind schon Ă€lter,schreibst du--da werden sie auch bestimmt nicht so lange mit ihm spazieren gehen können,wie dies fĂŒr einen schĂ€ferhund eigentlich der fall sein sollte.
klasse fĂŒr den hund wĂ€re es,wenn seine besitzer eine tierliebe person finden könnten,die mal mit dem hund raus geht,viel lĂ€uft und auch mit ihm herum tollt. dies scheint er ja sehr zu vermissen,wenn er sich so aggressiv verhĂ€lt.
vielleicht kannst du ja mal mit den besitzern ĂŒber diesen vorschlag reden.
ein schĂ€ferhund braucht eigentlich viel "action" und am besten sehr lange spaziergĂ€nge--gerade,wenn er noch jĂŒnger ist.
ĂŒber's internet kann man kleinanzeigen wegen hundesitter aufgeben. da gibt es spezielle seiten,wo dies schnell und problemlos geregelt werden kann.
oder aber man könnte auch ein paar flyer in der nĂ€he verteilen--z.b. in shops. das hab ich auch mal gemacht. viele shops hatten da auch gar nichts dagegen und ließen die flyer sogar ein paar wochen lang zum anschauen hĂ€ngen......


mein "krÀnzle" wird erst dann etwas "aggressiver",wenn man ihn denn gar nicht beachtet,weil man etwas anderes macht/machen muss--er aber beachtet werden will.
er kann es z.b. auch nicht leiden,wenn er mich vor dem laptop sitzen sieht,er aber gerade mal wieder spielen will. dann setzt er sich immer direkt vor meine fĂŒĂŸe und fĂ€ngt das quietschen an -- reagiere ich nicht darauf,wird er immer lauter und lauter,bis er dann mal zu bellen beginnt.
macht man dann immer noch nicht,was er "will",hĂŒpft er aufs sofa und zerrt ziemlich stark an der hose oder am pullover-Ă€rmel. dies sieht dann so witzig aus,das ich nicht böse auf ihn sein kann.
letztendlich bekommt er IMMER seinen willen!!! :smile06:

das mit dem "vor freude jauchzen" kenne ich von meinem hund "grizzly". bei ihm hört sich das iwie total "brummig" an--fast wie bei einem echten grizzly. ;)

hoffentlich kann bald eine hundegerechte lösung gefunden werden!!! der hund möchte einfach nur,das sich viel mehr mit ihm beschÀftigt wird.....

LG
Tele
Zuletzt geÀndert von TeleMakeUs am 19.08.2014, 05:52, insgesamt 1-mal geÀndert.
...."du bist die andere k.i. wie heißt du? was ist dein turing-code? na?" .....um einen dĂ€mon zu rufen,muss man seinen namen kennen....."neuromancer", sagte der junge. er schaute in die aufgehende sonne. "der pfad ins reich der toten. aber nein mein freund,ich BIN die toten und ihr reich!" er lachte........eine möve kreischte. "bleib hier. wenn dein mĂ€dchen ein spuk ist,dann weiß sie es nicht.und du auch nicht"......."du gehst kaputt! das eis bricht!"......."nein",sagte der junge traurig und lies die schmĂ€chtigen schultern hĂ€ngen....er scharrte mit dem fuß im sand. "es ist viel einfacher..." aus william gibson's "neuromancer"

martina1966
Alter: 51
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Beitrag von martina1966 » 19.08.2014, 13:29

Hallo TeleMakeUs,

vielen Dank fĂŒr deine ausfĂŒhrliche Antwort, deine MĂŒhe! :)
Ja, das sehe ich auch so, aber die HĂŒndin brĂ€uchte auch Erziehung in einer Hundeschule, denke ich. Sie hat sogar schon beim Gassigehen so stark gezogen, dass ihre Besitzerin auf den Boden gestĂŒrzt ist, und das ist nicht mehr akzeptabel.
Wie Ramalon sagt, es sind Rudeltiere. Und ich habe schon deshalb keinen Hund, weil ich es nicht mag, wenn ein Tier "zu mir aufschaut" und hinter mir herlÀuft, also diese AbhÀngigkeit von mir mag ich nicht.
Ähnlich wie Huskys sollte man auch im Grunde zwei SchĂ€ferhunde oder mehr halten; sie brauchen stundenlangen Auslauf.

GrĂŒĂŸe!
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

SeelentÀnzerin

Beitrag von SeelentĂ€nzerin » 13.11.2014, 00:18

Jo, typischer Fall von Unzufriedenheit mit Tendenz zur Aggression...dieser arme SchĂ€fi ist totunglĂŒcklich!!!
Noch dazu ist das eine Rasse, die sowohl körperlich als auch kognitiv ausgelastet werden MUSS! Der SchÀferhund ist ein Arbeitstier!

Davon abgesehen nĂŒtzt da auch kein Zweithund was, wobei der SchĂ€fi seine Aggressionen dann an dem Kumpel auslassen wĂŒrde.
Und nicht alle Hunde leben gern im Rudel!

Liebe GrĂŒĂŸe

martina1966
Alter: 51
BeitrÀge: 4141
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Beitrag von martina1966 » 13.11.2014, 17:03

Ja, die Hundedame wirkt auf mich auch nicht glĂŒcklich und ausgelastet, zumal sie noch sehr jung ist. Es ist vielen Besitzern offenbar nicht bekannt, wieviel Aufmerksamkeit und BeschĂ€ftigung ihr Hund tatsĂ€chlich braucht.

GrĂŒĂŸe!
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SeelentÀnzerin

Beitrag von SeelentĂ€nzerin » 14.11.2014, 00:23

Jo Martina, so is es!
Der Hund wird angeschafft wie ein Möbel- oder KleidungsstĂŒck...kranke Welt!
Und trotzdem geht es den (meisten) Tieren in Deutschland so noch viel besser als noch vor 30 Jahren, als sie ihr Dasein grundsÀtzlich an der Kette oder im Zwinger aushalten mussten.

Liebe GrĂŒĂŸe

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