Ich habe Angst vor dem Tod...

Forum f√ľr neue spirituelle Sichtweisen in der Psychologie
sturmwind
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Beitrag von sturmwind » 21.10.2009, 20:33

Schon wieder ich,

hoffentlich konnte ich richtig auf Deine Frage eingehen, blueangel. Wenn Du Dich f√ľr Buddhismus interessierst und nict weisst, wo Du an Leute kommen sollt, ist das gar nicht so schlimm. Man kann sich schliesslich auch alleine mit dem Buddhismus besch√§ftigen. Es ist eigentlich mehr eine Philosophie als eine religion. So sehe ich das! Ich bin zum Beispiel buddhistisch "getauft", aber das ist nicht dasselbe wie im Katholizismus.


Es heisst, du nimmst Zuflucht. Nat√ľrlich geh√∂ren auch ein par Gel√ľbde dazu, z.B. "Ich gelobe, nicht zu t√∂ten" sagt man dabei, aber das wesentlich ist, dass ein bestimmte Lehrer f√ľr dich verantwortlich ist. Er wird also in diesem Ritual verpflichtet, f√ľr dich da zu sein, wen du ihn brauchst. Verpflichtet ist man im Buddhismus zu nichts. Es basiert ja alles auf dem Wissen um das Karma, ein kosmisches Gesetz, das bedeutet, dass jede Tat, ob gut oder schlecht, √ľber kurz oder lang zu Dir zur√ľck kmmt in Form von (sch√∂nem oder unsch√∂nem) Schicksal. Wenn Du also jemand anderem weh tust, schadest Du in Wahrheit am meisten dir selbst. Man sagt im Buddhismus auch: es gibt nur schlaue und dumme Egoisten!

Das Ego ist auch so ein Begriff f√ľr sich. Ego bedeutet nicht etwas, das gepflegt und vergr√∂ssert werden muss. Es ist das Gegenteil vom wahren selbst, das auch das Selbstvertrauen mit sich bringt. ego bedeutet aufgeblasen sein, stolz auf √§u√üere Dinge und nicht wissen, was wirklich in einem steckt. Das Ego steht einem nur im Weg!

Wen Du noch mehr wissen willst, melde Dich ruhig :smile06:
Man erkennt den Irrtum daran, das alle Welt ihn teilt.
Giraudoux

: iloveyou :

Abderachim
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Beitrag von Abderachim » 25.10.2009, 14:26

Hallo Peter B.
Ich bin in diesem Forum, weil ich erhoffe Grunds√§tzliches zu erfahren. Ihr redet da so einfach von mehreren Leben, die Ihr schon gelebt habt oder von der Angst vor dem Tod (hab ich auch) oder einem einfachen √úbergang in andere Daseinsformen.Wenn das alles so ist wie Ihr sagt, dann ist meine Hauptfrage schon beantwortet. N√§mlich: Muss ich den Tod als etwas Endg√ľltiges, alles Daseinverschlingendes f√ľrchten und damit hoffen, so lange wie nur irgenwie zu leben. Oder geht es danach weiter und besteht damit die M√∂glichkeit noch viele Erfahrungen zu machen? Ganz toll f√§nde ich, noch weitere Leben leben zu d√ľrfen. Zugegeben, wenn das so w√§re, dann w√ľrde f√ľr mich das jetzige Leben nicht mehr so bedeutungsvoll sein und ich w√ľrde es etwas lockerer angehen.

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beziehungsWEISE
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Beitrag von beziehungsWEISE » 08.12.2009, 14:44

Hallo Blue-Angel, was hältst du von dem, der will einfach nicht abtreten:
http://www.horstweyrich.de/cremer.html

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DieTrixie
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Beitrag von DieTrixie » 18.12.2009, 16:15

Ich habe auch eine heiden Angst vor dem Tod, obwohl ich ihn mir manchmal w√ľnsche. Aber ich habe genau wie die Threadstellerin Angst, dass danach alles im totalen Nichts endet. So wie in einer Vollnarkose. Ich bekam mal welche wegen OPs und im Nachhinein erschreckte mich dieses unglaubliche Nichts in einer Narkose. Kein Traum und gar nichts. Da wusste ich, dass nach Hirnabschaltung dieses grauenhafte Nichts m√∂glich ist. Ich habe Schiss, dass einem nach dem 'Tode dasselbe erwartet, Schlaf ist anders, da tr√§umt man wenigstens noch. Auch die letzten Monate erlebe ich durch meine Depersonalisierung oft extrem eklige Ich-Entfremdungszust√§nde und im Halbschlaf ein Gef√ľhl, als h√§tte ich den vorderen Teil der Hirns amputiert bekommen, als w√ľrde mir das Bewusstsein fehlen, als sei es rausgeschnitten worden.
Oh man, ich hoffe, dass es nach dem Tode nicht so ist. Und die Lehren beruhigen mich auch nicht, nichtmal das tibetanische Totenbuch, weil keiner bewiesenermassen zur√ľckkehrte und die Sache leben,sterben, wiederauferstehen nahtlos miterlebt hat. Allein das Angedeihen im Mutterleib w√§re ja eine 9 monatiges Bewusstseinsaussetzen, da man das nicht bewusst erleben oder sp√§ter erinnern kann. Also alles nur Theorie. Oder √ľbersehe ich da etwas? :???:
Gruß
DieTrixie

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beziehungsWEISE
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Beitrag von beziehungsWEISE » 19.12.2009, 22:10

Also Trixie, informiere dich mal hier: www.menetekel.de
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DieTrixie
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Beitrag von DieTrixie » 20.12.2009, 07:14

Sehr interessant. Das -wie alles begann- habe ich eben schon gelesen.
Gruß
DieTrixie

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Alice
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Beitrag von Alice » 14.03.2010, 10:32

Blue-Angel hat geschrieben:Hallo

Ich begr√ľ√üe Euch herzlich.
Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich versuche es einfach.

Jeden Tag habe ich Angstgedanken. Ich denke √ľber den Tod nach, wie es wohl sein wird, das Nichts. Ich h√§nge sehr an meinem Leben, den es ist zur Zeit wirklich sch√∂n. Ich ertrage den Gedanken nicht, nicht mehr zu atmen, zu denken, zu lachen... Kennt Ihr das? Es ist manchmal so schlimm, dass ich Herzrasen bekomme und mir richtig schwindelig wird. Ich habe richtige Panik davor, dass es mir oft schwer f√§llt, das Leben richtig zu genie√üen und wahr zu nehmen.
Bitte helft mir.

Liebe Gr√ľ√üe
Wer den Tod f√ľrchtet, hat das Leben verloren. Ich denke, das merkst Du gerade selbst ganz extrem, wenn die Todesangst Dich Deiner Lebensfreude beraubt und diese vermiest. Stehe dagegen auf, stoppe bewusst negative Gedanken √ľber den Tod, denn die Angst vor dem Tod ist g√§nzlich unvern√ľnftig: Erstens ist sie in KEINSTER Weise produktiv, zweitens kannst Du keine Aussage √ľber das Leben nach dem Tod treffen, folglich k√∂nnte es auch paradiesisch nach dem Sterben sein, warum also verdirbst Du Dir Dein Leben mit negativen Gedanken √ľber etwas, das eventuell auch √§u√üerst positiv werden kann? Die Angst hilft Dir nicht. Sie belastet blo√ü die kurze Zeit auf Erden, die Menschen mit ihrem Leib auf Erden verbleibt. Streife sie ab. Strukturiere Deine gedanklichen Muster bewusst und willentlich um, indem Du optimistisch und hoffnungsvoll denkst oder aber tatkr√§ftig handelst und Dir etwas Sch√∂nes g√∂nnst und f√ľhlst. Nutze das Leben!

Dass mit "dem Tod alles aus" ist, ist vollkommen unbewiesen, wie ich in meinem Beitrag in "Wissenschaft" unter "Das ewige Leben" gezeigt habe. Also verschwende nicht zu viele Gedanken an den Tod. Mach den Tod, das denken an ihn, nicht zum Sinn Deines Lebens, sondern lebe das Leben. Das ist das einzig Sinnvolle. Ich weiß, das sind viele theoretische Hinweise, die ich Dir gebe, jedoch kannst Du sie praktisch nutzen, wenn Du vorgehst wie von mir eben beschrieben.

Ich glaube fest, dass der Mensch die reale Angst vor dem Tod gar nicht f√ľhlen kann. Jedes Lebewesen besitzt einen vorherrschenden Lebenstrieb. Dieser dr√§ngt danach, sein Leben vorteilhaft zu organisieren, f√ľr Nahrung zu sorgen und sein Revier zu verteidigen, um so gut als m√∂glich zu √ľberleben. Eine allgegenw√§rtige Todesangst allerdings w√ľrde uns Menschen vollst√§ndig l√§hmen, da mit jedem Schritt der Tod die Folge sein k√∂nnte. Da dies aber dem Willen des Lebenstriebes widerspricht, verbannt unsere Seele die Todesangst ins Unbewusste.

Wenn nun trotz dessen jemand eine Furcht vor dem Tod versp√ľrt, wie Du, so glaube ich, dass das Symbol des Todes in diesem Falle lediglich ein Stellvertreter ist, eine Art Projektionsfl√§che, auf die Du Dir unbewusste √Ąngste √ľbertr√§gst, die sich eigentlich auf etwas anderes beziehen. Der Tod hat einen aggressiven, zerst√∂rerischen und allm√§chtigen Charakter. Ist es m√∂glich, dass Du in Deiner fr√ľhen Kindheit unter besitzergreifenden oder identit√§tszerst√∂renden Eltern gelitten hast, was gro√üe Angst ausl√∂ste, die Du bis heute nicht bew√§ltigt hast, sondern auf die Fl√§che des Todessymbols √ľbertr√§gst, um sie definieren zu k√∂nnen und auf diese Weise nach au√üen zu tragen? Oftmals ist man sich solcher psychischen Konflikte gar nicht bewusst. Des Nachts im Traum erschleichen sie ein wenig Dein Bewusstsein, wenn Du Dich der Traumanalyse √∂ffnest. Mit der Verarbeitung dieser √ľbertragenen √Ąngste verlierst Du schlie√ülich auch die Angst vor dem Tod, da sie nun nicht mehr abgespalten werden m√ľssen. Die Tr√§ume weisen Dir den Weg dahin.
- Wer den Tod f√ľrchtet, hat das Leben verloren.
- Carpe diem!
- Lebe!
- Die Ruhe willst Du haben? Vor der Ruhe kommt das Leben. Die Ruhe
hast Du mit dem Grab.
- Der Sinn des Lebens ist das Leben - nicht der Tod.
- Werde der, der Du bist!

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beziehungsWEISE
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Beitrag von beziehungsWEISE » 14.03.2010, 14:55

Was f√ľrchten die Menschen wirklich am Tod?
Es ist f√ľr viele ein Alptraum, die Vorahnung, dass sie nach dem Tod auf keinen Fall mehr ihren irdischen Orgasmus k√∂nnen ausleben, denn der Tod wird die dazu n√∂tige Schwerkraft aufheben. Ja sie k√∂nnen sich nicht mehr √ľber ihre Sinne k√∂rperlich unter Druck setzen, viele Menschen werden solch ein Leben nach dem Tod nicht gerade positiv einsch√§tzen, denn der Sinn ihres Lebens war es immer, sich, hin zur gen√ľsslichen Abreaktion, zunehmend unter Erregungsdruck zu setzen.
Ja solche Menschen werden wieder reinkarniert, um noch einmal die geschlechtliche Erfahrung zu durchleben, wie es ist, wenn sie sich durch ihren zunehmenden Druck selbst zersetzen, weil sie den klärenden Gedanken nicht besonders schätzen.

beziehungsWEISE

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 26.03.2010, 12:46

Hallo!
Sturmwind hat die buddhistische Mentalit√§t schon ganz toll und detailliert beschrieben! Ich bin auch buddhistisch und m√∂chte gerne zu dem Begriff "Philosophie" etwas Wichtiges anmerken: die Philosophie basiert auf THEORIEN, sie √ĄNDERT SICH. Der Buddhismus ist, wie es z.B. der Dalai Lama formiert: eine WISSENSCHAFTLICHE Geisteshaltung, und das Wissenschaftliche l√§sst sich beweisen, Buddhismaus baut auf den NATURGESETZEN auf. Den Unterschied kurz aufzuzeigen finde ich ganz bedeutsam, damit man ein v√∂llig festes Fundament hat, um darauf zu bauen!
Ferner SIND wir nicht unser Körper, wir HABEN einen Körper, einen Illusionskörper. Materie ist nichts Anderes als BEWUSSTSEIN, DAS MANIFEST geworden ist. Wir sind ein kontinuierlicher Bewusstseinsstrom, das klare Licht, das schon ewig da war...

Herzlichst

Martina :mad:
St√∂rgef√ľhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

Franz Josef Neffe
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Angst vor dem Tod ist ganz nat√ľrlich

Beitrag von Franz Josef Neffe » 26.03.2010, 19:15

Logischerweise ergibt sich die Angst vor dem Tod und nicht nach dem Tod. lat. "angustum" = ENG. Der Tod wie die Geburts sind ein Durchgang von einem Leben ins andere. Da kann es schon mal eng werden. Die Wahrnehmung der Enge wie das durch sie hindurch Gehen erfolgt im GEIST. ¬ī, mit dem jeder Mensch begabt ist, damit er schon zu diesen Lebzeiten in ein gutes Gespr√§ch mit ihm kommt. Was also machen wir uns Sorgen mit dem begrenzten beuwssten Verstand, das doch nur ein Teilchen eines Teils des gro√üen Geistes ist und viel zu wenig wei√ü, als dass es eine solide Basis f√ľr Sorgen ergeben k√∂nnte?
Mit herzlichen Gr√ľ√üen
Franz Josef Neffe

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Mondsteinberg
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Beitrag von Mondsteinberg » 20.05.2010, 12:04

Der Tot l√§chelt uns alle an, das einzige was man machen kann, ist zur√ľck l√§cheln.
Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden,als mit Liebe und Humor?
(Charles Dickens)

Atlantislicht
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Beitrag von Atlantislicht » 21.05.2010, 19:46

TOD= T=Täglich O=Ohne D= Dasein
LEBEN L= Lebe E=Ein B=Bewusstes E=Einssein N=Normal

Herzlichst Euer
Atlantislicht :-8: :-8: :-8:
Das ewige Leben kennt keinen Tod, der Tod ist nur das Abstreifen des Körpers, denn dieser ist vergänglich die Seele und der Geist jedoch sind ewig.

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