Fleisch essen, Karma und Massentierhaltung

Dieses Unterforum ist fĂĽr alles was mit Vegetarischem und veganem zu tun hat.
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ramalon
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Beitrag von ramalon » 09.08.2015, 19:08

Hallo Iceman,

zu den Abstrichen.
Wenn wirklich ein Produkt tierfreundlich produziert würde, wäre kaum jemand dazu bereit es zu zahlen. Es wäre reine Handarbeit mit kurzen Transportwegen.
Bei unseren Sozialabgaben und Löhnen würde das Produkt etwa das 20 Fache kosten.
Verzicht denke ich kaum. Denn wenn das Einkommen fĂĽr Lebensmittel und Wohnen drauf geht.
Ich bin aus einer Generation in der zu meiner Kindheit fast alle Lebensmittel selbst produziert wurden. Jeder hatte einen großen Garten, wenn noch möglich einen Kleingarten dazu.
Kartoffeln, GemĂĽse, Obst kam aus dem Garten.
Es wurde eingekocht, eingekellert usw.
Jede Familie hatte HĂĽhner, Kaninchen und Schweine.
Die wenigsten Lebensmittel wurden dazu gekauft und wenn waren sie aus der Region.
Die Molkerei war im Ort.

Damals kostete ein Ei 20 Pfennig, bei einem Stundenlohn von 1 Mark.
Eigenproduktionen. Heute bei einem Stundenlohn von 20 Euro mĂĽsste also ein Ei 4 Euro kosten.
So verhält es sich mit allen Lebensmitteln.
Das was wir verbrauchen Vegan oder tierische Produkte ist alles andere, nur nicht Tier und Umweltschonend.
Es sterben mittlerweile wesentlich mehr Tiere fĂĽr ein Produkt wie in frĂĽheren Zeiten.
Durch Maschinen, lange Transportwege und dadurch resultierenden Umweltbelastungen usw.
Und das auch noch, ohne dass wir sie essen. Ein nutzloser,gleichgĂĽltiger Tot.

Deswegen stehe ich dem Veganern und Vegetariern etwas skeptisch gegenĂĽber.

Deswegen sehe ich sie in zwei Gruppen. Die Supermarkt Veganer und Vegetarier, und die, die ihre Produkte weitgehend autark produzieren.
Nur, das Autarke kostet am Tag ca. 4 Stunden Freizeit, macht viel Arbeit und Umstände.
Sommerzeit ist dann Gartenzeit nicht Urlaubszeit.

GruĂź ramalon

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Iceman
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Beitrag von Iceman » 09.08.2015, 19:13

Sullivan hat geschrieben:@ Iceman

Du stellst die Auswüchse einer Sache als deren Regelfall hin. So ist es aber nicht. Wer grundsätzlich kein Fleisch isst, braucht überhaupt kein Veganer zu sein. Viele Vegetarier essen das gleiche wie die Fleischkonsumenten, lassen dabei nur das Fleisch weg.
sorry das ist mir etwas zu dünn das wäre ja nicht mal ein Vegetarier (da gelten auch Fleisch Nebenprodukte
von fetten bis zu Lab u.s.w. ) ,
das ist grade mal jemand der kein Fleisch mag oder darf
(wie z.B. jemand der aus GesundheitsgrĂĽnden wie Gicht keins isst oder es einfach nicht mag)
so jemand fällt Gruppenmäßig durchs Raster würde ich sagen.

Wie sagt man noch: Das ist kein Fisch und kein Fleisch.
Aber ich lasse jede Meinung so stehen... Aber so ĂĽberzeugt es mich leider nicht.

Vielleicht war es "so" nur zu dünn beschrieben das es ein guter Ansatz wäre :?
Wer "Schreibfehler" findet darf sie ohne "RĂĽckfrage" behalten.
So und erstmal
ein Kaffee & ein Zigarrillo und die Welt sieht gleich besser aus...!

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Iceman
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Beitrag von Iceman » 09.08.2015, 19:36

Hi, Ramalon

Der Punkt ist aus meiner Sicht ist es fĂĽr die Welt besser wenn wir uns wie
von der Natur gegeben als alles Fresser entfalten (schöner gesagt "Jäger & Sammler" ;-) )
Leider können die wenigsten einen Jagdschein machen es wäre für viele sicher eine Charakter bildende Maßnahme
und auch Naturbezogen.
Wer "Schreibfehler" findet darf sie ohne "RĂĽckfrage" behalten.
So und erstmal
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ramalon
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Beitrag von ramalon » 09.08.2015, 19:50

Hallo Iceman,

ob jemand tierische Produkte isst oder nicht. Liegt einzig und allein in seinem Ermessen.
Es braucht sich dafĂĽr weder zu rechtfertigen noch sonstiges.

Ich habe es im Restaurant gehasst, wenn ich mich dafĂĽr rechtfertigen musste das ich keinen Alkohol trinke.
Ich konnte das Zeug nicht vertragen, mein Kreislauf brach dann zusammen.
Aber so etwas kann man den Meisten schlecht verkaufen, die nötigten weiter.
Also hatte ich behauptet, ich hätte 3 Entziehungskuren hinter mir, seit der 3 bin ich trocken.
Das wurde geglaubt und dafür hatten die Leute dann Verständnis.

Nur ich habe das Rechtfertigen gehasst. Es ist doch meine Sache das ich keinen Alkohol trinke, wie es des anderen Sache ist das er trinkt.

Wenn einer kein Fleisch isst, dann ist es seine Sache. Ich akzeptiere es.
Wenn ich mich aber Rechtfertigen muss das ich Fleisch esse, werde ich stinkig.


GruĂź ramalon

Minea
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Beitrag von Minea » 09.08.2015, 20:04

Hmmm.....
ich hatte vor ein paar Jahren ein schönes Gespräch mit einem Inder. Unter anderem sprach er mit mir genau darüber: Der, der den Beruf des Schlachters ausübt. Dass auch er im Reinen mlt sich sein muss... Es gibt also sehr wohl Schlachter, die kein Fleisch essen. ;)

Vegan essen bedeutet doch nicht zwangsläufig teuer zu essen. Mein WE war ausschließlich vegan. Auch wenn ich keine Veganerin bin. Es schmeckt mir. Und manchmal entlaste ich dadurch meinen Körper. Am Freitag nach der Arbeit auf dem Markt eingekauft: ein paar Bündel Salat, frische Pfefferminze, Dill, Brotfladen, Blaubeeren, Tomaten, Oliven, verschiedene GemüseSorten: eine große Süsskartoffel, ein Bündel Möhren, Sellerie. Einzig einen kleinen Kürbis + Tofu im Bioladen gekauft. Hat keine 20 Euro gekostet. Davon und dem, was ich sowieso zu Hause habe, wurden lauter leckere Sachen gekocht und auch andere "Mäuler" gleich mlt gestopft. Gäste, die zufällig vorbei kamen. Und es ist mindestens bis Dienstag noch vom Einkauf etwas übrig. An vegan ist nix teuer.
Die Frage nach dem, wer dabei bleibt, ist berechtig. Manche, sich dafür entscheidene Leute essen einseitig, weil sie nicht kochen. Oder gleich sofort die großen Sachen ausprobieren - und dann stundenlang am Herd stehen. Wer sich vor Fleisch ekelt oder aus Überzeugung dagegen ist, dessen Zeit endet häufig im Verzehr von großen Mengen verganem Gummibärchen-Zeug und Obst aus der Hand, bis ihm die Dinge aus den Ohren kommen. Auch will sich das "Gehirn im Magen" ev nicht an die zum Teil schöne leichte Nahrung gewöhnen. Besteht auf Fülle. Eine vegane Einstellung entwickelt sich. Und es braucht Raum, um z.B. leckeren Suppen und Breie in die Ernährung zu integrieren. Inzwischen backe ich manchmal vegan und bin begeistert, wie gut das schmeckt.

Auch wurde uns der freie Wille geschenkt. Ganze Völker essen fleischlos. Und andere wieder nicht. In unserer westlichen Welt natürlich kaum vorstellbar. Wo doch alle Regale voll sind. Da wird der Konsum- und werbebehandelte Mensch nicht gefragt, ob er Salami essen will, sondern nur WELCHE.

Mich würde das Stringente Raster interessieren. Gibt es dafür etwa Regeln ? Halten sich auch all die Menschen anderer Länder daran ( wie zum Beispiel Indien) ? Ich bin ehrlich gespannt - weil ich an Raster noch gar nicht gedacht habe...

Liebe GrĂĽĂźe von Minea

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 09.08.2015, 20:05

@ Iceman

Ich bringe dir nur die Tatsache zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, die deinen Verallgemeinerungen überhaupt nicht entsprechen. Was ist das für ein unsinniger Dogmatismus, wenn man unbedingt in eine deiner Gruppierungen passen soll. Du solltest geistig flexibler werden, um die Vielfalt des Lebens differenzierter wahrnehmen zu können.

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Beitrag von Iceman » 10.08.2015, 02:34

Sullivan hat geschrieben:@ Iceman

Ich bringe dir nur die Tatsache zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, die deinen Verallgemeinerungen überhaupt nicht entsprechen. Was ist das für ein unsinniger Dogmatismus, wenn man unbedingt in eine deiner Gruppierungen passen soll. Du solltest geistig flexibler werden, um die Vielfalt des Lebens differenzierter wahrnehmen zu können.
ich sage nur meine Meinung und kann jede andere wenn auch nicht immer ohne Kommentar stehen lassen
versuch es mal mit etwas mehr Freiraum fĂĽr anders denkende... ;-)
und ohne Unterstellungen klappt es sicher auch besser (man kann noch nicht in andere Köpfe schauen) :idea:
Denn wer so austeilen möchte sollte mehr auf dem Punkt(e) kommen.(Aus meiner Sicht)

Hi,Ramalon
da kann ich dir nur Recht geben ,man ist viel aber nicht jeden eine Erklärung schuldig !
Wem und wann entscheidet nur einer : man "Selbst"!
Wer "Schreibfehler" findet darf sie ohne "RĂĽckfrage" behalten.
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Beitrag von Sullivan » 11.08.2015, 13:40

@ Iceman

Zum Thema gibt's heute auch noch bemerkenswert Neues im Thread "Fleischlose Ernährung und Depression" zu lesen.

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Beitrag von Iceman » 11.08.2015, 21:02

Sullivan hat geschrieben:@ Iceman

Zum Thema gibt's heute auch noch bemerkenswert Neues im Thread "Fleischlose Ernährung und Depression" zu lesen.
.
wenn man seinen Standpunkt weder behaupten kann noch will sind es nur Unterstellungen.
Es heiĂźt ja weniger ist mehr zuweilen ist es aber besser nichts zu sagen !
WENN MAN NIX ZU SAGEN HAT ! traurig wenn man nur mit Beleidigungen sinnlos rumwirft !
Nicht immer nur austeilen und dann den Kurzen einziehen... . :-o
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Beitrag von Sullivan » 11.08.2015, 21:16

@ Iceman

Du hast zu flüchtig gelesen. Ein sorgfältiger Leser kommt zu anderem Ergebnis.

Sullivan wĂĽnscht dir und allen Leser(innen) rechte Erkenntnis bei diesem wichtigen Thema.

ramalon
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Beitrag von ramalon » 11.08.2015, 23:34

Hi Minea,

wir sind zu Konsumenten getrimmt worden.
Es wird konsumiert ohne Nachzudenken.
Wir haben keinen natĂĽrlichen Bezug mehr zu dem Produkt.
Dass die Wurst mal ein Tier war oder das Schnitzel.


Ich finde es auch schon eigenartig wenn Bio Produkte in Kunststoff Verpackungen sind.
Bio Obst und GemĂĽse in verschiedenen Weichmachern verpackt. Krebserregend.
Ganz schön pervers. Was ist dann da noch Bio.

Oder Produkte mit langen Transportwegen
Für die Fuhre Äpfel wurden einige Vögel überfahren, 2 Hasen, 3 Rehe, sonstige Kleintiere und 10.000 Insekten.
Für die Produktion der Verpackung starben dann einige Fische im Abwasser, diverses Kleinlebewesen, dann eben auf dem Transport gab es auch noch einige tierische Opfer zu beklagen. Durch die dadurch ausgestoßenen Treibhausgase verdursten in Australien 2 Kängurus, wird ein Eisbär obdachlos, weil seine Heimat schmilzt.
Aber es steht Bio drauf, das können wir ruhigen Gewissens kaufen.

Tierfutter ist es aber genauso. Es wird aus der ganzen Welt ran gekarrt.

Je ärmer die Menschen, desto mehr Beziehung haben sie zu dem Lebensmittel.
Meistens aus Eigenproduktion oder aus der Region.
Fleischkonsum ist sehr gering, aber eher aus wirtschaftlichem Aspekt.
Bei zwei bis drei Tageslöhnen pro Kilo ist die pflanzliche Ernährung ist günstigere
Alternative fĂĽr diese Menschen.

GruĂź ramalon

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Beitrag von Iceman » 15.08.2015, 03:14

Sullivan hat geschrieben:@ Iceman

Du hast zu flüchtig gelesen. Ein sorgfältiger Leser kommt zu anderem Ergebnis.

Sullivan wĂĽnscht dir und allen Leser(innen) rechte Erkenntnis bei diesem wichtigen Thema.
jaja in deinen Augen... also ein Leser wie... ja ,genau wie DU!
(Wie vermessen eine andere Meinung zu haben. :smile10: )
das sind die richtigen(nicht) mit (D)einer (Universal)Meinung (sondern auch noch ihrer!)
merkst du nicht das man anderen
seinen Meinung nicht aufzwingen kann ? Merkst du was du da treibst :?: :smile14: :smile14: :smile14: (Wenn es nicht so Traurig währe...
selbst das sorgfältige lesen erkennst du anderen/ mir ab!)
Sei froh das wir nicht in so einer Art Land leben !
Alternativ stehe ich fĂĽr dieses Recht (fast) jeder Zeit in HH Schanzenviertel alte Flora RĂĽckseite
versteht sich ,
mit 2 Sekondanten und Handschuhehen deiner Wahl
bereit !!!
Sorry aber ein paar klare Worte waren wohl schon länger mal fällig.
Schau mal unter Fair Play zB :Wiki :!: oder mein alternativ Angebot....
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