Be-FREI-ung aus dem Rad der Wiedergeburt (Samsara)

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 04.03.2011, 10:22

Guten Morgen, Horus! Ich gr├╝├če Euch alle!

Das ist ja interessant. Kannte er auch den Karmapa? Marco Polo schrieb nach seiner Asienreise vom 2. Karmapa, Karma Pakshi. Damals gab es 2 Mongolenherrscher, (in Zentralasien und in Nordchina), der Eine war Kubilai Khan in Peking, der Enkel des ber├╝hmten Dschinghis Khan. Der Sohn des Kubilai Khan war Epileptiker und konnte darum nicht seine Nachfolge antreten; nun ├╝berlegte er, wie er das riesige Reich zusammenhalten k├Ânnte und war der Meinung, dass der spirituelle Weg der beste sei. Er lud zahlreiche Vertreter verschiedener Religionen ein, z.B. Hinduisten, Christen, Schamanen, Buddhisten und Andere, darunter auch den Karmapa. Als sie alle zu Tisch sa├čen, lie├č Karma Pakshi das Besteck und das Geschirr des Mongolenherrschers schweben. Da sagte Kubilai Khan: "Der Herr mit der Schwarzen Krone hat gewonnen!" Und um zu beweisen, dass er es ernst meinte, beschloss er, die anderen Geistlichen k├Âpfen zu lassen. Da ├╝berzeugte ihn der Karmapa davon, dass alle Religionen wichtig sind, weil ja auch die Menschen und Kulturen ganz verschieden sind. Kubilai Khan beherzigte den Rat und lie├č sie am leben. Au├čerdem schaffte es der Einfluss des Karmapa, dass die Mongolen nicht mehr die Bev├Âlkerung von ganzen Landstrichen t├Âtete.
Auch der andere Herrscher hatte Karma Pakshi eingeladen, dieser war sehr eifers├╝chtig auf den Anderen, denn er hatte gegen├╝ber dem Kubilai Khan an Einfluss eingeb├╝├čt. Nun versuchte er, Karma Pakshi umzubringen. Nochmal zur Information: der Karmapa ist ein Erleuchteter.
Als er plante, ihn mit dem Schwert ermorden zu lassen, verwandelte der Karmapa die Schwingung seines K├Ârpers - von Masse in Energie; nat├╝rlich schnitt man durch ihn hindurch! Danach wollte er ihn ertr├Ąnken, und Karmapa atmete im Wasser nicht, sondern holte daraus die ben├Âtigte Energie. Anschlie├čend wollte er ihn vergiften; und Karmapa wandelte gedanklich das Gift in reine Energie um und begann zu leuchten, je mehr Gift Karmapa erhielt, desto mehr strahlte er. Da sah der Herrscher ein, dass es zwecklos war und bat ihn um Vergebung, schenkte ihm gro├če Mengen an Gold und Silber. Dieses transportierte Karma Pakshi auf wundervolle Weise nach Tibet: er versenkte es im Fluss bei Peking und fuhr zur├╝ck (nach Tsurphu), dort am Ufer meditierte er so lange, bis das Silber und Gold da auftauchte. Das Beherrschen der Naga-Energien, die in Erde und Wasser, ist das Allerschwerste ├╝berhaupt! Aus diesen Sch├Ątzen lie├č er die gr├Â├čte Buddhastatue Tibets gie├čen. (1966 wurde sie von den Chinesen zerst├Ârt, was jedoch nur mit gr├Â├čter M├╝he gelang. Viele der Teile sind an die buddhistischen Hauptzentren hier im Westen verteilt worden.)

Quelle: Lama Ole Nydahl

Herzlichst

Martina
St├Ârgef├╝hle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 05.03.2011, 13:18

Ihr Lieben,

der Grund, wieso ich Euch von diesen Beiden so detailliert erz├Ąhlt habe, ist einfach der: JEDER IST DAZU F├äHIG, nicht nur einige (wenige) "Auserw├Ąhlte"!! Wer sollte sie denn auch auserw├Ąhlen? Wir sind eben alle g├Âttliche Wesen, tragen alle die Buddhanatur.

Liebe Gr├╝├če

Martina
St├Ârgef├╝hle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 07.03.2011, 14:47

Hallo zusammen,

Zur Befreiung geh├Ârt sicher auch das Sich-Befreien von innerer Unfreiheit, dass man ├ärger, Frust, jede Art von Schmerz etc. rausl├Ąsst, auch wenn man das Gef├╝hl hat, dass Jemand irgendwo die Atmosph├Ąre vergiftet, nat├╝rlich immer so, dass man die Menschenw├╝rde der Anderen bewahrt. Denn nur was be-freit wird, kann Einen verlassen. Und damit man immer weniger hilflos im Gef├╝hlsozean treibt, helfen die schon so h├Ąufig erw├Ąhnten Meditationen sehr. Sie unterst├╝tzen uns, immer mehr Abstand zu den Ereignissen zu bekommen, die Einen manchmal fast ├╝berrumpeln, Einen mitunter eine Zeitlang aus der Balance bringen k├Ânnen. Ferner wird einem meditierenden Menschen auf Dauer immer bewusster, dass Alles nur eine Art Theaterst├╝ck ist.
Vielen von Euch ist das zwar klar, ich m├Âchte es der Vollst├Ąndigkeit halber hier hineinschreiben.

Liebe Gr├╝├če

Martina
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Melanie1987
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Beitrag von Melanie1987 » 08.03.2011, 02:52

Liebste Martina,

ich m├Âchte einfach einmal DANKE sagen, f├╝r die vielen wundervollen Beitr├Ąge, an denen Du uns teilhaben l├Ąsst ..
Einiges habe ich selbst auch gelernt.. einiges ist mir neu.. und wie es ist, pr├╝ft es ein jeder f├╝r sich, damit man es auch ersetzten kann, oder austauschen, oder vergleichen mit *bereits gelerntem* .
Aber was Du hier immer f├╝r uns rein postest.. Martina, das ist LIEBE .. und daf├╝r danke ich Dir von Herzen.. :smile06:

In grosser Liebe

Melanie
In deinen Armen
wird mein Herz
zu einem sicheren Ort...

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 08.03.2011, 09:54

Einen wundersch├Ânen guten Morgen!

Ganz lieben Dank f├╝r Deine anerkennenden Worte. Ich hatte schon ├╝berlegt, ob ich den Thread schlie├čen soll, ob er eventuell zu praxisfremd ist, ob die Meisten ├╝berhaupt hiermit etwas anfangen k├Ânnen, zumal es eben ein buddhistisches Thema ist.
Doch genau genommen geht Buddhismus ├╝ber das Religi├Âse hinaus, da gehen Spirituelles und Wissenschaft miteinander Hand in Hand, es beinhaltet Meditation UND ganz genauso das Umsetzen im Alltag. Buddhismus ist keinen Moralvorschriften und Geboten unterworfen, er l├Ąsst Jedem die ben├Âtigte Freiheit, aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Man darf alles tun, man muss "nur" die Konsequenzen tragen.

Ich kann wohl sch├Ân schreiben, doch nicht immer bin ich so stark, dass ich zu Allem genug inneren Abstand h├Ątte, aber ich arbeite daran.

Mit den liebsten Gr├╝├čen

Martina
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martina1966
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Beitrag von martina1966 » 08.03.2011, 11:26

DIE BARDOS

Unsere Existenz wird im Buddhismus in 4 Abschnitte unterteilt, diese werden Bardos genannt. Das Leben (mit K├Ârper), das Sterben, der Tod, die Zeit nach dem Tod und die Wiedergeburt entsprechen:

- dem "nat├╝rlichen" Bardo dieses Lebens
- dem "schmerzvollen" Bardo des Sterbens
- dem "lichtvollen" Bardo der Dharmata
- dem "karmischen" Bardo des Werdens

zu 1)
Es ist die Zeit zwischen Geburt und Sterben und die kostbarste Zeit zu reifen und eben die Zeit, uns der Verg├Ąnglichkeit bewusst zu werden und uns optimal auf den Tod vorzubereiten.
zu 2)
Es ist die Zeit vom Einsetzen des Sterbeprozesses, bis die innere Atmung aufh├Ârt, (s. vergangenen Thread ├╝ber Sterbeprozess), sobald die Grundlichtheit aufleuchtet, ist dieser Bardo beendet.
zu 3)
Es ist die Zeit w├Ąhrend des Todes, anders gesagt, des Lebens ohne K├Ârper; in dieser Zeitperiode projeziert der Geist verschiedene Farbbilder und Kl├Ąnge. Zum Beispiel leuchtet f├╝r den Bruchteil einer Sekunde eine wundersch├Âne Landschaft auf und verschwindet wieder, sp├Ąter erscheinen friedvolle und zornvolle Gottheiten, danach erscheinen wundersch├Âne Teppiche in Rubin-rot, Saphir-blau, Kristall-wei├č und Gold-gelb mit strahlenden Tikl├ęs, es sind Manifestationen der 5 Weisheiten: des allumfassenden Raums, der spiegelgleichen Weisheit, der Weisheit der Wesensgleichheit, der Weisheit der Unterscheidung und als 5. Teppich in gr├╝ner Farbe erst wenn Erleuchtung erlangt wird: die Allesvollendende Weisheit.
zu 4)
Es ist die Zeit mit der Inkarnation bis ausschlie├člich zur n├Ąchsten Geburt.

In JEDEM Bardo haben wir die M├Âglichkeit, Erleuchung zu erreichen! F├╝r das Bardo der Dharmata z.B. gibt es spezielle Meditationspraktiken, die ich leider nicht kenne, die aber von einigen wenigen Menschen in Asien ├╝ber viele Jahre hinweg praktiziert werden, damit sie, wenn das Licht aufleuchtet, dieses halten k├Ânnen und so Befreiung erlangen!
Ich zitiere mal einen Satz von Sogyal Rinpoche: "Tats├Ąchlich aber ... ist jeder Augenblick unserer Erfahrung ein Bardo, da jeder Gedanke, jede Emotion aus der Essenz des Geistes geboren wird und wieder in sie hinein stirbt." Das h├Ątte ich so treffend nicht beschreiben k├Ânnen.

Mit ganz herzlichen Gr├╝├čen :smile10:

Martina

Quelle: "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche
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martina1966
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Beitrag von martina1966 » 14.03.2011, 19:29

Hallo, Ihr Lieben!

Immer wenn sich eine gro├če Naturkatastrophe ereignet hat, schickt der Gyalwa Karmapa ein Kondolenzschreiben an das betroffene Land.
Er ist wohl in der Lage, diese Ereignisse vorherzusehen, doch er greift niemals in das Geschehen ein; es w├╝rde zwischen Menschen Verwirrung und Unruhe hervorrufen. Es ist nicht seine Aufgabe, vielmehr das Weitergeben des Dharma (der Lehre), das Meditieren, Segnen etc., wie schon einmal von mir geschildert.

Herzliche Gr├╝├če

Martina
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martina1966
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Beitrag von martina1966 » 05.05.2011, 22:07

http://www.youtube.com/watch?v=9QC7r6Cv ... re=related

Hallo zusammen,

das ist der Link eines youtube-Videos, das hei├čt: 16th Karmapa - Black Crown Ceremony, Boulder CO

Liebe Gr├╝├če

Martina
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martina1966
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Beitrag von martina1966 » 08.05.2011, 00:08

... B├╝cher und Filme hin oder her, Befreiung OHNE alle die Erfahrungen ist nicht m├Âglich!

Martina
St├Ârgef├╝hle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

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Peter B.
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Beitrag von Peter B. » 08.05.2011, 10:24

Liebe Martina und Melanie,

in diesem Thema sind, so verstehe ich, Lehren aus dem Buddhismus die Grundlage. Ich finde es wunderbar, Anderen auf ihrem Weg zur Erleuchtung zu helfen. Dies ist eine Aufgabe, der ich schon seit etlichen Jahren nachkomme. Meine Kenntnisse ├╝ber das Geistige Reich, Erleuchtung und den Weg zu Erleuchtung, habe ich jedoch aus keiner Religions- oder Glaubensgemeinschaft, denn in allen diesen Gemeinschaften sind die urspr├╝nglichen Lehren nicht von dem aufgeschrieben worden, der sie medial empfangen und gelehrt hat, sondern von seinen Sch├╝lern oder sogar von deren Sch├╝lern. Dabei wurde so manches missverstanden und unbewusst, teilweise auch bewusst anders dargestellt, als es urspr├╝nglich verk├╝ndet wurde. Es gibt keine Religion, die die alleinige Wahrheit und Fehlerfreiheit f├╝r sich beanspruchen kann.

Suchte man die unverf├Ąlschten Wahrheiten in allen Glaubensgemeinschaften und stellte sie zusammen, w├Ąre man der tats├Ąchlichen Wahrheit wesentlich n├Ąher, als jeder Anh├Ąnger und Kenner jeder x-beliebigen Glaubensrichtung.

Die Quelle, aus der alle Religionen entstanden sind, steht uns immer noch offen. Es sind die autorisierten und eigens daf├╝r ausgebildeten Lehrer aus dem Positiven Geistigen Reich, die zumeist Lichtboten, also erleuchtet sind. Als Spiritualist sch├Âpfe ich mein Wissen aus dieser Quelle.

Auf meiner Homepage habe ich u.A. den Weg zur Erleuchtung, also zur Beendigung des Rades der Wiedergeburt aufgeschrieben. Die Ergebnisse, derer, die sich an meine Empfehlungen gehalten haben, best├Ątigen die Richtigkeit meiner Aussagen, wobei ich meistens beratend (├╝ber Email) zur Seite gestanden bin. Ich mache dies gerne, denn der Sinn unserer Inkarnationen liegt genau darin, aus dem Rad der Reinkarnation aussteigen zu k├Ânnen. Auf meine Homepage Spirituelle Gedanken im Menupunkt "Blockaden" stehen 5 Artikel von mir, die den bewussten Weg zur Erleuchtung (=Lichtbote) erm├Âglichen. Die Artikel stehen dort auch als WORD-Datei zum Download bereit.

GOTT zum Gru├č,

Peter

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 14.05.2011, 22:04

Lieber Peter,

ich wei├č nicht genau, ob ich Dich jetzt richtig verstehe: Du vertrittst den Standpunkt, dass das Zusammentragen der Lehren und Weisheiten aller Religionen und wohl auch das Herausklauben der WESENtlichen Gemeinsamkeiten uns viel weiter bringen w├╝rden, als wenn Jeder sich zu einer Glaubensrichtung bekennt. Ich sehe das ganz ├Ąhnlich wie Du, m├Âchte nur anmerken, dass der Buddhismus wie auch der Taoismus KEINE Glaubensreligionen, sondern vielmehr eine wissenschaftliche Geisteshaltung sind. Abgesehen von einer Diskussion ├╝ber Begriffe stimmt es: alle Richtungen haben ein und dieselbe Wurzel.
Ich danke Dir f├╝r Deine M├╝he!

Herzliche Gr├╝├če

Martina
St├Ârgef├╝hle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 14.05.2011, 22:12

Hallo, Ihr Lieben!

Gebe Euch eine meiner Kurzgeschichten...

KAMPF DER FARBEN

Eines Tages hatten die Farben pl├Âtzlich Lust auf ein Spiel. Sie einigten sich darauf, dass alle Rot-T├Âne "gute" Farben sein sollten und alle Blau-T├Âne "schlechte" Farben. Alles klar! Zuerst machte das Spiel gro├čen Spa├č, doch im Laufe der Zeit verga├čen die Farben v├Âllig, dass das Ganze nur gespielt und kein wirklicher Kampf war, und aus dem urspr├╝nglichen Spiel entwickelte sich ein heftiger und grausamer Kampf zwischen den beiden Farbgruppen. Viele Farben verloren ihren eigentlichen Charakter und ihre St├Ąrke.
Nur ein paar wenige Farben erinnerten sich wieder daran, dass alles nicht real war und fanden darum diesen Krieg vollkommen dumm, geradezu schwachsinnig. Deshalb hatten sie das Bed├╝rfnis, die Sache aufzukl├Ąren. Sie gingen zu den Anderen und fragten sie:
"Was f├╝hrt ihr f├╝r einen unsinnigen Krieg? Habt ihr denn total vergessen, dass es nichts Anderes als ein Spiel ist? Wie k├Ânnen die einen Farben gut, sch├Ân und wertvoll sein und die anderen schlecht, h├Ąsslich und wertlos? Werden denn nicht ALLE von uns gleicherma├čen gebraucht, um die Wesen zu erfreuen? W├Ąren denn die Farben nicht ALLE da, wenn sie, die Blauen, keinen Sinn h├Ątten?"

Liebe Gr├╝├če

Martina
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